Die richtige Zahnpasta wird auf eine Zahnbürste gedrückt. Sie verhilft zur richtigen Zahnpflege

Gegen Zahnstein, Parodontose, Karies und Co.: So findest Du die richtige Zahnpasta

Du bist auf der Suche nach der richtigen Zahnpasta? Dann hast du die Qual der Wahl. Das Sortiment an Zahnpflegeprodukten im Handel ist sehr vielfältig. Zahnpasta-Hersteller versprechen weißere Zähne, Kariesschutz, die Schonung sensibler Zahnhälse, … Worauf es wirklich ankommt, verraten wir Dir hier.

Nur wer auf eine gute Zahnpflege setzt, kann sich über ein strahlendes und gesundes Lächeln freuen. Mit Wasser und einer Zahnbürste ist es dabei allerdings nicht getan. Die richtige Zahnpasta ist unabdingbar. Aber warum eigentlich?

Wie wirkt Zahnpasta und warum benutzen wir sie?

Zucker, säurehaltige Lebensmittel, Tee und Kaffee, aber auch Genussmittel wie Zigaretten setzen unseren Zähnen sehr zu. Daher ist es wichtig, sie regelmäßig gründlich zu reinigen. Die Hauptaufgabe von Zahnpasta besteht dabei darin, Bakterien zu beseitigen und Plaque, also Zahnbelag, vorzubeugen. Dieser schädigt nämlich den Zahnschmelz und ist unter anderem verantwortlich für Erkrankungen wie Zahnfleischentzündungen, Parodontose, Zahnstein und Karies.

Richtige Zahnpasta: Eine Zahnpastatube wird ausgedrückt, wodurch die Zahnpasta Inhaltsstoffe sichtbar werden.

Zahnpasta und ihre Inhaltsstoffe: Was ist drin in der Tube?

Um Bakterien aus dem Mundraum zu entfernen, lassen sich in Zahnpasta unter anderem sogenannte Tenside finden. Die sorgen dafür, dass sich die Zahncreme gleichmäßig verteilt und schön schäumt. Essensreste werden auf diese Weise aufgelockert und aus dem Mundraum geschwemmt.

Darüber hinaus zeichnet sich eine Zahnpasta auch durch Wasser, Binde- und Konservierungsmittel aus, die für die richtige Konsistenz beziehungsweise dafür sorgen, dass das Produkt nicht verdirbt. Geschmacks- und Farbstoffe lassen die Zahncreme angenehmer für die Sinne erscheinen.

Zudem enthält Zahnpasta auch Putzkörper, die in Kombination mit der Zahnbürste Verfärbungen und Beläge von der Zahnoberfläche schleifen. Doch Vorsicht! Zu viel des Guten kann gefährlich sein.

Putzkörper in der Zahnpasta: Weniger ist mehr!

Angaben über die Putzkörper in einer Zahnpasta macht der sogenannte RDA-Wert (Abkürzung für "Radioactive Dentin Abrasion"). Er sagt etwas darüber aus, wie viel Zahnschmelz die Zahnpasta beim Putzen abträgt. Je nach Menge, Größe, Form und Art der beigemengten Putzkörper haben Zahnpasten einen unterschiedlichen Zahnschmelzabrieb. Dabei gilt: Je kleiner der RDA-Wert und je kleiner damit der Abrieb ist, desto besser.

Da sie Ablagerungen auf den Zähnen beseitigen, sind Putzkörper grundsätzlich sinnvoll. Sind allerdings zu viele in der Zahnpasta enthalten, der RDA-Wert also recht hoch, greifen sie den Zahnschmelz an. Und das kann wiederum negative Auswirkungen auf die Zahngesundheit haben.

Ist der Zahnschmelz angegriffen, sind die Zähne beispielsweise temperaturempfindlicher, brüchiger und eher von Karies befallen. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es außerdem zu gelben Verfärbungen, da das Zahnbein durchscheint.

Damit es nicht dazu kommt, ist ein RDA-Wert zwischen 35 und 80 empfehlenswert. Die richtige Zahnpasta für Menschen, die empfindliche Zähne – beispielsweise infolge von freiliegenden Zahnhälsen – haben, hat sogar einen RDA-Wert zwischen 30 und 50. Auch diejenigen, die sich die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste putzen, sollten darauf achten, dass der RDA-Wert ihrer Zahncreme unter 50 liegt.

Neben den Putzkörpern fehlt noch ein weiterer wichtiger Bestandteil in einer guten Zahnpasta: Die Rede ist von Fluorid.

Richtige Zahnpasta: ein gelblicher Zahn und ein weißer Zahn nebeneinander verdeutlichen, warum Fluorid in Zahnpasta wichtig ist.

Fluorid in Zahnpasta: Warum gehört es zur richtigen Zahnpflege dazu?

Fluoride wie Aminfluorid, Zinnfluorid und Natriumfluorid sind Mineralsalze, die den Zahnschmelz stärken und vor Plaque und Karies schützen. Das klingt zwar gut – trotzdem ist der Inhaltsstoff umstritten. Grund hierfür ist das hochgiftige Element Fluor, von dem sich die Salze chemisch ableiten.

Im Vergleich zu Fluor sind Fluoride allerdings nicht ganz so gefährlich. Die Salze kommen in der Natur vor und sind beispielsweise in Speisesalz und Trinkwasser enthalten. In hohen Mengen können Fluoride toxisch wirken. Eine unbegrenzte Aufnahme ist daher problematisch.

Mit täglichem Zähneputzen setzen sich Erwachsene allerdings keiner Gefahr aus. Denn die Menge an Fluorid in Zahnpasten ist gering und für Erwachsene unbedenklich.

Tipp: Achte beim Putzen auf die Menge der Zahnpasta. Ein etwa ein Zentimeter großer Streifen reicht aus. Darüber hinaus solltest Du die Zahnpasta nicht schlucken, sondern nach jedem Putzen ausspucken.

Wie sinnvoll ist Zahnpasta ohne Fluorid?

Weil Fluorid so kontrovers ist, werden in Drogeriemärkten mittlerweile auch diverse Zahnpflegeprodukte ohne das Mineralsalz angeboten. Während die Wirksamkeit von Fluoriden allerdings wissenschaftlich belegt ist, gilt das für Zahnpasten ohne Fluorid nicht.

Mehr noch:  Die deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kiefernheilkunde, kurz DGZMK, empfiehlt sogar ausdrücklich, auf Zahnpasta ohne Fluorid zu verzichten und stattdessen zu fluoridhaltigen Zahncremes zu greifen.

Richtige Zahnpasta: Ein Kleinkind putzt sich mit Zahnpasta für Kinder die Zähne. Für die Kleinsten gibt es dafür Baby Zahnpasta.

Wie sieht die richtige Zahnpflege für Babys, Kleinkinder und Kinder aus?

Die richtige Zahnpflege ist auch für Babys, Kleinkinder und Kinder wichtig. Denn sie bildet die Grundlage für gesunde Zähne im Erwachsenenalter. Genau aus diesem Grund sollten Kinder-Zähne, sobald die ersten erscheinen, regelmäßig geputzt werden. Nur: Welche Zahnpasta ist die richtige, wenn es um Babys, Kleinkinder und Kinder geht?

Zahncremes für Erwachsene sind nicht kindgerecht. Sie haben einen zu hohen Fluoridanteil, der sich bei Kindern giftig auswirken kann. Hinzukommt, dass die ganz Kleinen dazu neigen, Zahncreme auch mal zu verschlucken. Daher solltest Du für Deinen Nachwuchs möglichst auf eine Zahnpasta ohne Fluorid zurückgreifen. Alternativ gibt es auch Produkte speziell für Kinder. Diese verfügen über eine kindgerechte Fluorid-Dosierung, die in etwa bei 500 ppm (parts per million) liegt.

Wie viel Zahnpasta solltest Du benutzen?

Auch was die richtige Zahnpasta-Menge betrifft, gibt es Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen. Während für die Kleinen lediglich eine erbsengroße Menge Zahncreme auf der Zahnbürste empfehlenswert ist, brauchen Ältere etwas mehr aus der Tube, und zwar ein etwa einen Zentimeter langer Zahnpasta-Streifen.

Richtige Zahnpasta: Es wird Zahnpasta aus der Tube gedrückt, doch was ist die richtige Zahnpasta Menge zum Zähneputzen?

Welche Zahnpasta macht die Zähne wirklich weiß?

Ein blendend weißes Lächeln versprechen viele sogenannte Whitening Zahnpasten. Die sollen die Zähne aufhellen und gegen Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Tabak wirken. Tatsächlich hat Zahnpasta für weiße Zähne jedoch oft einen hohen RDA-Wert. Du solltest sie also möglichst nicht täglich verwenden, da sie den Zahnschmelz stark abreiben und den Zähnen damit schaden können. Wer unter freiliegenden Zahnhälsen leidet, sollte sie sogar auf keinen Fall verwenden.

Durch Zahnpasta weiße Zähne? Man sieht ein strahlendes Lächeln dank der richtigen Zahnpflege.

Weiße Zähne dank schwarzer Zahnpasta?

Im Zusammenhang mit Whitening Zahnpasta ist auch von Aktivkohle die Rede. Die ist in einigen Zahncremes enthalten und verleiht diesen eine schwarze Farbe. Angesichts dessen wirkt das Versprechen der Produkte paradox: Denn ausgerechnet die schwarzen Cremes sollen die Zähne weißer machen. Aber was bringt Aktivkohle in Zahnpasta wirklich?

Die Produkte enthalten Aktivkohle, die sich durch eine poröse Struktur auszeichnet. Aufgrund ihrer großen Oberfläche sollen Kohlestoffteilchen Schmutzpartikel im Mundraum aufnehmen und Zahnablagerungen so gründlich entfernen.

Die Wirkung von Aktivkohle in Zahnpasta ist allerdings umstritten. So kritisieren einige, dass die Kohlestoffpartikel nicht zwischen gut und schlecht unterscheiden und alles aufnehmen. Andere vertreten hingegen die Ansicht, dass die Aktivkohle nur begrenzt aufnahmefähig ist, da sie sich bereits mit den anderen Inhaltsstoffen der Zahncreme verbindet.

Welches ist die richtige Zahnpasta gegen Mundgeruch?

Bei schlechtem Atem können Zahnpasten mit Zink helfen. Sie haben eine besonders starke antibakterielle Wirkung und schützen Deine Zähne gegen Zahnstein und Plaque. Aber Vorsicht: Zahnpasta mit Zink ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet, da sie langfristig das Immunsystem schwächen könnte.

Richtige Zahnpasta: Eine Zahnbürste mit Zahnpasta gegen Karies neben einem weißen Zahn ohne Karies.

Welche Zahnpasta hilft bei Parodontose und bei Karies?

Leidest Du unter Parodontose, also einem Zahnfleischrückgang, ist es wichtig, dass Du auf eine Zahnpasta zurückgreifst, die einen RDA-Wert zwischen 30 und 50 und damit nur einen geringen Abrieb hat.

Bei Karies ist hingegen vor allem der Fluoridgehalt wichtig, der sollte bei Erwachsenen bei 1.000 bis 1.500 ppm liegen. Denn wie bereits beschrieben, helfen die Mineralsalze dabei, den Zahnschmelz zu härten und Keime zu reduzieren.

Die richtige Zahnpasta: Diese Eigenschaften zeichnet sie aus

Zusammenfassend ist zu sagen: Wenn Du beim Einkauf Deiner nächsten Zahnpasta auf einen niedrigen Abrieb und den Fluoridgehalt achtest, kann in Sachen richtiger Zahnpflege kaum noch etwas schiefgehen.

Vor allem dann, wenn Du die richtige Zahnpasta noch mit der richtigen Putztechnik kombinierst. Das heißt: Mindestens drei Minuten lang morgens und abends kreisende Bewegungen mit der Zahnbürste machen und dabei nicht zu fest aufdrücken, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen.

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