
Tagliatelle: unspektakulär edel
Lang, platt, nicht zu breit und einfach unendlich lecker sind Tagliatelle. Die lange Nudel gehört wie die Fettuccine zu den Pastasorten, die man auch mit einfacheren Soßen und wenig Dekorationsgeschick auf den Teller schubsen kann und sie sieht dennoch aus, als hätte der Koch gewusst, was er tut.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum Tagliatelle in ihrer Heimat, der Region Emilia-Romagna im Norden Italiens, traditionell mit einer Bolognesesoße erst auf den Tellern und dann in den Bäuchen landen. Diese Zubereitungsart, die man dort als "Tagliatelle al Ragu" kennt, ist nicht sehr aufwendig, wirkt dank der schicken Nudel aber gleich viel edler als die bei uns üblichen Spaghetti Bolognese.
Eine leckere Bolo – ob vegetarisch, vegan oder mit Hackfleisch – ist aber längst nicht alles, was man mit Tagliatelle zaubern kann. Die Oberfläche der Nudel ist sehr rau. Sie hält daher verschiedene Soßen gut fest. Vor allem Sahniges macht sich gut zur Tagliatelle. Die Pasta ist aber auch stark genug, noch dickere Soßen vom Teller auf die Gabel und in den Mund zu transportieren.





