
Wie?! Die Wassermelone ist gar kein Obst?
Also manchmal wundert man sich doch sehr. Da sind einige Dinge einfach ganz anders, als man es jahrelang angenommen hatte:
- Berlin liegt nördlicher als London.
- Die Nudel kommt gar nicht aus Italien.
- Und Salz im Kaffee sorgt für Süße?!
Wie bitte?! Und jetzt soll außerdem auch noch die Wassermelone kein Obst sein? Aber ... aber ... wieso?

Es stimmt aber tatsächlich: Wassermelonen sind kein Obst. Haben wir die medizinballgroßen Dunkelgrünlinge also immer falsch einsortiert, die beim Aufschneiden mit dem leuchtend roten Fruchtfleisch für den perfekten Kontrast und mit der Süße sowie dem hohen Wassergehalt für die ideale Erfrischung sorgen? Wo bei der Frage Obst oder Gemüse die Grenze gezogen wird, sorgt ja immer mal wieder für Diskussionen. Aber dass auch die Wassermelone zu einem schwergewichtigen Streitfall werden könnte ... Damit konnte wohl niemand rechnen.

Tatsächlich gehört die zwar etwas unhandliche, aber dennoch sympathische Riesenköstlichkeit zu den Kürbisgewächsen. Wassermelonen sind also mit Gurken und Zucchini verwandt, auch wenn ihre ausgeprägtere Leibesfülle gekonnt darüber hinwegtäuscht. Somit zählen die sommerlichen Frischelieferanten zum Gemüse oder – wenn man ganz genau sein will – zum Fruchtgemüse. Das sind die Gemüsesorten, deren Früchte oberhalb der Erde wachsen und die man von der Pflanze abschneidet. Die Paprika gehört beispielsweise auch dazu.
Dem kugelrunden Koloss wird dies vermutlich vollkommen egal sein, denn er wird ja sowieso gleich verputzt. Also schneide ihn auf und beiße rein!




