
Darum ist frische Wäsche nicht immer keimfrei
Sie riecht gut, sie fühlt sich herrlich weich an, aber keimfrei ist frisch gewaschene Wäsche nicht immer. Völlig unbemerkt tummeln sich auch nach dem Waschgang noch Keime auf Handtuch, Lappen und Strumpf.
Der Grund dafür liegt darin, dass die Erreger bestimmte Bedingungen recht gut überstehen. So können sich einige von ihnen z. B. über einen gewissen Zeitraum auf Oberflächen halten und genauso ist es manchen von ihnen möglich, auch längere Fahrten in der Waschmaschine durchzustehen.
Inhaltsverzeichnis:
Wie wird empfindliche Wäsche keimfrei?
Muss Wäsche keimfrei sein?
Es klingt zwar nicht sehr appetitlich, aber grundsätzlich ist es erst einmal nicht schlimm, wenn es sich einige Keime auf der Wäsche gemütlich gemacht haben: Mit ein paar Erregern kommt ein gesundes Immunsystem in der Regel gut zurecht. In einigen besonderen Fällen kann es allerdings wichtig sein, dass die Wäsche wirklich keimfrei ist:
- Jemand im Haushalt ist krank und die Mitbewohner sollen nicht angesteckt werden
- Jemand im Haushalt hat ein geschwächtes Immunsystem
Sicherheit erst ab 60 Grad
Will man die Wäsche keimfrei bekommen, spielt die Waschtemperatur eine wesentliche Rolle. Ab 60 Grad wird es der großen Mehrzahl der Erreger deutlich zu heiß. Sie sterben ab und lassen ein keimfreies Wäschestück zurück. Wer ganz sichergehen will, lässt Hand- und Putztücher sowie Unterwäsche sogar bei 70, 80 oder 90 Grad eine Tour in der Maschine drehen.
Das Mittel macht's
Wer keine Lust hast, sein Hemd, die Bluse oder Hose mit Keimen zu teilen, sollte auch auf das richtige Waschmittel setzen: Pulver-Vollwaschmittel enthält reichlich Bleichstoffe, die Keimen den Garaus machen. In Colorwaschmittel ist weniger davon enthalten, sodass Erreger hier bessere Überlebenschancen haben. (Welche Waschmittel du ansonsten brauchst und welche nicht, erfährst du übrigens hier.)
Wie wird empfindliche Wäsche keimfrei?
Sollen aus empfindlicheren Stoffen oder auch aus Sportkleidung Keime vertrieben werden, ist das nicht ganz so leicht, da die Kleidungsstücke meist nicht bei 60 Grad oder sogar noch heißer gewaschen werden dürfen. (Beachte vor der Reinigung unbedingt die auf den Etiketten aufgedruckten Waschsymbole! Was sie bedeuten, liest du hier.)
Ist es aus einem der oben genannten Gründe aber nötig, dass die Wäsche wirklich frei von Erregern ist, kann es sinnvoll sein, einen Hygienespüler zu verwenden. Dieser wartet im Weichspülerfach auf seinen Einsatz und vertreibt dann auch bei niedrigeren Waschtemperaturen so gut wie alle Keime. Da diese Spüler die Umwelt stark belasten, sollten sie jedoch nur dann eingesetzt werden, wenn es wirklich nötig ist.



