Senf mit Senfkörnern

Gib deinen Senf dazu!

Liegt die Wurst erst einmal auf dem Grill und kurz darauf auf dem Teller, ist ein Gewürz oft nicht weit. Denn erst durch diese kleine, feine Zutat bekommt das wurstige Ding mit den zwei Enden den perfekten Geschmack.

Vor allem im Sommer ist Senf häufig auf den Esstischen zu finden. Ob in der Tube oder im Glas – er wartet ganz gespannt darauf, was er als Nächstes verfeinern kann.

Wie stark der Senf dabei geschmacklich und vor allem im Hinblick auf die Schärfe zuschlägt, hängt vor allem von seiner Farbe ab. Senf wächst nämlich in Weiß, Braun und Schwarz. Je dunkler das Körnchen ist, umso mehr Schärfe kann es entwickeln. Von sich aus sind Senfkörner aber erst einmal recht harmlos unterwegs. Erst durch das Mahlen und die Zugabe von Wasser und anderen Zutaten entwickelt der Senf seine ganze Feurigkeit.

Ein Pointee grillt
Senf wirkt von innen und von außen

So manches Senfkorn hat es lieber milder und entscheidet sich deshalb für eine Laufbahn im Bereich süßer Senf. Dafür werden die Senfkörner grob gemahlen und anschließend gesüßt. Zucker, Apfelmus, Honig oder auch Süßstoff kommt dafür infrage. Süßer Senf kleckst in Deutschland vor allem im Süden Deutschlands auf die Teller. Er schmeckt nämlich ganz wunderbar zu Leberkäse oder einer zünftigen Weißwurst.

Für den klassischen "Tafelsenf" lassen sich die meist weißen und braunen Körner erst mit Traubenmost und schließlich mit Wasser, Essig und Salz ein. Anschließend werden sie mitsamt allen Zutaten zu einer cremigen Paste verarbeitet. 

Senf wurde übrigens längst nicht immer nur gegessen. Im Mittelalter hat man schwarzen Senf auch als Heilmittel verwendet. Äußerlich angewendet soll er die Durchblutung fördern, Schmerzen stillen und Entzündungen eindämmen. Dafür gibt es heute reichlich andere Mittel, sodass du dir den Senf vermutlich eher auf die Wurst als aufs Bein oder den Arm streichst. Futterst du das Gewürz, wirkt es allerdings auch von innen: Senf wird nämlich eine verdauungsfördernde und appetitanregende Wirkung nachgesagt. Leg dir also besser gleich noch eine zweite Wurst auf den Grill.

Wirf die Wurst auf den Grill! Hier bekommst du, was du dafür brauchst:

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