Moltebeere auf Holz

Moltebeere: Frucht im Geldbeutel

Ui, dieses Früchtchen sieht aber wirklich lecker aus! Am liebsten würden wir es direkt einmal kaufen und kosten. Aber das wird schwierig, denn in Deutschland findet man es nur ganz, ganz selten.

Obwohl die Moltebeere hierzulande eher unbekannt ist, hattest du vielleicht schon mal Kontakt mit ihr. Allerdings vermutlich nicht am Obstregal, sondern eher ganz woanders, wo du sie wahrscheinlich nicht vermuten würdest: in deinem Geldbeutel.

Die Moltebeere ist nämlich das Wahrzeichen Lapplands, einer herrlichen Wanderregion im Norden Skandinaviens, wo die Beere wächst. Und genau deshalb haben die Schweden das so seltene Obst auf ihre Zwei-Euro-Münze gedruckt. Schau mal deine Geldstücke durch: Vielleicht ist ja gerade eine Moltebeere dabei.

Moltebeeren am Strauch

Herrlich süßer Genuss

Neben Skandinavien wachsen die etwa zwei bis drei Zentimeter großen, knallorangefarbenen Früchte auch noch in Russland, Schottland, England und sogar in Grönland. In Kanada und den USA kann man sie ebenfalls finden, wenn auch in all diesen Ländern eher selten. In Deutschland ist sie noch spärlicher vertreten. Hier könntest du höchstens in moorigen Gebieten Niedersachsens auf das Früchtchen treffen. Pflücken darfst du es dann allerdings nicht: Die Moltebeere ist nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt.

Schade ist das schon, denn Moltebeeren schmecken einfach herrlich! Sie sind süß, wunderbar aromatisch und schmecken, als seien sie eine Mischung aus Apfel- und Aprikosenmus! Und ja, das ist exakt so köstlich, wie du es dir gerade vorstellst.

Bis zum Juli sind diese besonderen Früchte reif. Dann wird aus ihnen ➤Marmelade oder Konfitüre hergestellt. Wo es erlaubt ist, muss man beim Pflücken allerdings sehr aufpassen: Die Moltebeere ist im reifen Zustand so wahnsinnig weich, dass man sie kaum vom Strauch gezupft bekommt. Am einfachsten wäre es wohl, sie direkt von dort abzuknabbern. Da die Pflanze allerdings nur rund 25 cm hoch wächst, ginge das wohl schnell auf den Rücken. Profis pflücken die Moltebeere daher meist noch etwas unreif und lassen sie anschließend in der Sonne liegen, wo sie nachreifen und die knallorangefarbenen Bäckchen entwickeln kann.

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