
Alles steht Kopf (2015)
Wenn man nur wüsste, was in den Köpfen des Nachwuchses vor sich geht ... Oder im eigenen!
Denn warum fällt einem partout nicht mehr der Türcode ein, wenn man stattdessen das Lied aus der 90er-Jahre-Joghurtwerbung bis heute in Gänze mitträllern kann? Und warum ärgert man sich in manchen Situationen, wenn man andere ganz gelassen nimmt?
Eine wissenschaftliche Antwort darauf hat der Pixar-Film "Alles steht Kopf" zwar auch nicht. Aber er liefert für so manches Phänomen so fantasievoll und liebenswert kreierte Erklärungen, dass man sich als Zuschauerin oder Zuschauer gleichermaßen ertappt und bestens unterhalten fühlt.
Denn was kann man selbst oder der Nachwuchs schon dafür, wenn im Kopf gleich fünf Ichs für die Emotionen zuständig sind? In "Alles steht Kopf" schauen wir diesen fünf kleinen und kunterbunt gefärbten Gefühlslagen bei der täglichen Arbeit zu. Wir sehen also, wie
- Freude (gelb)
- Kummer (blau)
- Angst (lila)
- Wut (rot)
- Ekel (grün)
Tag für Tag versuchen, das Beste aus einer Situation zu machen. Und wer soll da schon vorhersehen können, welche Emotionen sich heute gerade zusammentun oder welches Gefühl im Alleingang handelt?

Ein Oscar für die Emotionen
"Alles steht Kopf" ist ein außergewöhnlich zauberhafter Film, der völlig zu Recht bei der Oscarverleihung 2016 als bester animierter Spielfilm ausgezeichnet wurde. (Den kleinen, güldenen Mann konnten sich zuvor bereits andere Filme aus dem Hause Pixar sichern: Findet Nemo hat ebenfalls einen gewonnen, genau wie Ratatouille.) Er unterhält Zuschauer über jede Altersgrenze hinweg. Und er öffnet einen humorvollen und warmherzigen Blick auf das eigene Verhalten und das der Kinder.
Erlebst du also irgendwann mal wieder einen scheinbar aus dem Nichts kommenden emotionalen Ausbruch bei dir oder jemand anderem, denke an den Film zurück: Vermutlich hat lediglich eine der kleinen, bunten Gefühlslagen im Kopf versehentlich überreagiert und den emotionalen Alarmknopf gedrückt.
P. S.: Du willst noch mehr Emotionen? Kein Problem: "Alles steht Kopf 2" kam im Juni 2024 in die Kinos.




