Gewürze: Safran

Ist Safran wirklich giftig?

Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl!

Den Text aus dem Kinderlied "Backe, backe Kuchen" kennst du bestimmt. Beim Wörtchen "gehl" wird's dann vielleicht schon dünner mit dem Wissen (es bedeutet so viel wie "honigfarben" oder "gelb"). Und dann kommt auch noch Safran ins Spiel, ein knallrotes Gewürz, das man eigentlich kennt.

Aber wüsstest du, wofür du es verwendest und dass es in größeren Mengen giftig ist? Hier erfährst du alles rund um das edle Gewürz.

Was ist Safran?

Safran ist ein Gewürz, das aus den Blütennarben der gleichnamigen Krokusart gewonnen wird. Die Ernte ist mühsam und reine Handarbeit, denn jeder kleine Stängel muss einzeln aus der Blüte herausgezupft werden.

Für ein Kilogramm Safran müssen stolze 200.000 Blüten abgeerntet werden. Dadurch zahlt das aromatische Gewürz zu den teuersten der Welt. 

Offiziell heißt das hübsche Pflänzchen, das nur einmal im Herbst blüht, übrigens "Crocus sativus". Angebaut wird es vor allem im Iran, in Afghanistan und Kaschmir, aber auch in Europa und in kleinerem Umfang sogar in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ist Safran giftig?

Tatsächlich kann Safran in größeren Mengen giftig wirken. Allerdings geht es dabei erst einmal vermeintlich heiter zu: Bei einer Vergiftung mit Safran packt den Vergifteten zunächst ein extrem starker Lachreiz. Er lacht sich allerdings nicht tot, sondern bemerkt kurz darauf starke Sinnestäuschungen, Schwindelanfälle und Herzrasen.

Die vorherigen Symptome waren schon alles andere als lustig, aber ab einer gewissen Dosis wird es richtig ernst, denn dann kann Safran sogar tödlich wirken. Die Ursache des Todes ist dann eine Lähmung des Zentralnervensystems.

Damit es zu Vergiftungserscheinungen kommt, muss allerdings eine recht große Menge des Gewürzes aufgenommen werden: Bei Erwachsenen sind es etwa fünf Gramm. Tödlich wirkt Safran erst ab etwa 20 Gramm. Und da in einem handelsüblichen Briefchen oder Döschen des Gewürzes meist gerade einmal 0,1 bis 0,5 Gramm enthalten sind, kannst du dieses besondere Gewürz auch weiterhin sorglos genießen. 

Was würzt man mit Safran?

Eins muss dir klar sein: Was auch immer du mit Safran würzt, ist danach leuchtend orange oder zumindest intensiv dunkelgelb. Wer es lieber unbunt mag, ist hier also an der völlig falschen Adresse.

Paella gehört z. B. zu den Gerichten, die ihre charakteristische Farbe vom Safran haben: Das traditionelle spanische Reisgericht ist bekannt für sein leuchtendes, dunkles Gelb. 

Außerdem verfeinern die kleinen Blütenfäden diese Gerichte und verleihen ihnen ein ganz besonderes Aroma:

  • Fleischbrühe
  • Bouillon
  • Fischgerichte (auch Bouillabaisse und Fischsoße)
  • Lamm- und Hammelfleisch
  • Reisgerichte und Risotto
  • süßes Backwerk wie Kuchen oder Kringel (wie z. B. die schwedischen Lussekatter)

Was auch immer du mit Safran verfeinerst: Lass es dir gut schmecken!

Schöne Teller für feines Essen findest du mit vielen °P hier:

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