Eine Schale ist bis oben hin gefüllt mit Jabuticabas

Jabuticaba: die kuscheligste aller Früchte

Manche Früchte baumeln ganz lässig an den Ästen der Bäume herum, reifen dort vor sich hin und lassen sich dann irgendwann entweder von fleißigen Händen abrupfen oder einfach so in Richtung Erde plumpsen. Der Apfel macht das so, die Birne oder auch die Kirsche. 

Bei der Jabuticaba ist das ganz anders. Vielleicht hat dieses kullerige Früchtchen Höhenangst oder auch einfach nur ein enormes Kuschelbedürfnis – jedenfalls wachsen diese kirschenähnlichen Köstlichkeiten nicht am Ast, sondern direkt am Stamm. Dort tummeln sie sich in Scharen, dicht an dicht und warten darauf, entdeckt, gepflückt und dann genascht zu werden.

Jabuticabas am Stamm: Die Frucht heißt zu Recht auch Baumstammkirsche

Mit dem Naschen muss man sich allerdings beeilen, denn die "Baumstammkirsche", wie die Jabuticaba ziemlich treffend auch heißt, trennt sich nur sehr ungern von ihrem maximal zehn Meter hohen Bäumchen. Wurde sie von dort erst einmal abgerupft, hält sie sich nur noch etwa drei Tage lang.

Da ist es gut, dass man dieses ungewöhnliche Obst einfach so essen kann, wie es vom Baum kullert. Wer allerdings höhere Ziele für das Früchtchen verfolgt, zaubert ein leckeres Gelee, einen Sirup, Likör, Wein oder eine Konfitüre daraus. (➤Marmelade oder Konfitüre? Den Unterschied zeigen wir dir hier.)

Eine aufgeschnittene Jabuticaba liegt neben ihren noch unversehrten Freunden

Am häufigsten verwechselt wird die Jabuticaba wohl mit der Süßkirsche. Schließlich hat die fast die gleiche Form (die Jabuticaba ist mit drei bis vier Zentimetern im Durchmesser nur ein bisschen größer) und mit dem dunklen, fast schwarzen Rot sogar die gleiche Farbe. Was die inneren Werte angeht, unterscheiden sich die beiden aber sehr: Denn wo die Kirsche ebenfalls tiefrot ist und ein Plätzchen für ihren Kern bereithält, hat die Jabuticaba ein geleeartiges, weißes Fruchtfleisch, ähnlich wie die ➤Longan oder ➤Rambutan. Sie beherbergt außerdem einen bis vier Samen in ihrem Inneren.

Zu Hause ist das kuschelige Früchtchen übrigens überwiegend in Brasilien. Dort kannst du es auch relativ häufig auf Märkten entdecken. Weil dem kugelrunden Obst fernab seines Bäumchens so schnell schlecht wird, ist die Jabuticaba außerhalb ihrer Heimat nur sehr selten anzutreffen. Willst du sie einmal kennenlernen und am Baum bestaunen? Dann buche doch am besten gleich deine nächste Traumreise! Unsere ➤Reisepartner freuen sich auf dich!

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