Zeitumstellung: Ein Wecker zeigt die Zeit an

Zeitumstellung: Wann müssen wir die Uhren umstellen?

Zweimal im Jahr schnappen wir uns die Zeiger unserer Uhren und schieben sie liebevoll, aber entschieden in die eine oder andere Richtung. Die Zeitumstellung in Deutschland macht es nötig.

Wann du eine Stunde gewinnst, wann du sie verlierst, wie du dir die Richtung der Zeitumstellung merken kannst und wann das alles endlich ein Ende hat, erfährst du genau hier.

Wann ist die Zeitumstellung 2021?
    ➤Wann ist die Zeitumstellung 2022?
Zeitumstellung: Welche Richtung ist richtig?
    ➤Eselsbrücken für die Zeitumstellung
Welche Uhrzeit ist die normale?
Warum gibt es die Zeitumstellung?
Welche Vor- und Nachteile hat die Zeitumstellung?
    ➤Vorteile der Zeitumstellung
    ➤Nachteile der Zeitumstellung
Seit wann gibt es die Zeitumstellung?
Wie lange gibt es die Zeitumstellung noch?
    ➤Ende der Zeitumstellung: Welche Zeit bleibt?

Wann ist die Zeitumstellung 2021?

Im Jahr 2021 werden die Uhren wie immer an zwei Terminen umgestellt. Notiere sie dir am besten gleich, damit du nicht versehentlich viel zu früh oder auch viel zu spät bei der Arbeit aufläufst:

  • 28.3.2021: Umstellung auf Sommerzeit
  • 31.10.2021: Umstellung auf Winterzeit

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit bzw. Winterzeit erfolgt immer am letzten Sonntag im März bzw. am letzten Sonntag im Oktober. Das bedeutet konkret, dass in der Nacht vom Samstag auf den besagten Sonntag die Uhren jeweils um eine Stunde verstellt werden. In der Nacht vom 27.3.2021 zum 28.3.2021 musst du also um 3 Uhr die Uhr umstellen auf die Sommerzeit 2021.

Wichtig: Die Zeitumstellung passiert in der Nacht von Samstag auf Sonntag, d. h. entweder bleibst du am Samstag sehr lange wach und stellst die Uhr genau dann, wenn die Zeitumstellung passiert. Alternativ kannst du deine Zeitanzeiger aber natürlich auch erst am Sonntagmorgen umstellen, beispielsweise bevor du dich in Richtung ➤gesundes Frühstück bewegst.

Wann ist die Zeitumstellung 2022?

Auch im Jahr 2022 sind die Termine die gleichen: Am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober musst du deine Uhren wieder auf den aktuellen Stand bringen. Das heißt, diese Termine sind im Jahr 2022 für die Zeitumstellung die entscheidenden:

  • 27.3.2022: Umstellung auf Sommerzeit
  • 30.10.2022: Umstellung auf Winterzeit

Zeitumstellung: Welche Richtung ist richtig?

Die Frage, in welche Richtung man die Uhren denn nun umstellt, taucht immer wieder auf. Wir haben die Antwort! Es gilt:

  • Im März werden die Uhren vorgestellt.
  • Im Oktober werden die Uhren zurückgestellt.

Im März ist die Nacht also eine Stunde kürzer: Wir stellen die Uhr um 2 Uhr nachts auf 3 Uhr vor und können so eine Stunde weniger schlafen.

Im Oktober wird die Uhr stattdessen um eine Stunde zurückgestellt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag drehen wir die Uhr um 3 Uhr noch einmal auf 2 Uhr zurück. Wir können also eine Stunde länger im Bett liegen bleiben.

Übrigens: Wenn Schlafen nicht unbedingt deine Stärke ist, probiere doch mal diesen Tipp: Mit diesem ➤Einschlaftrick bist du im Nu im Lummerland.

Eselsbrücken für die Zeitumstellung

Um sich die richtige Richtung für die Umstellung der Uhr zu merken, gibt es verschiedene Eselsbrücken. Einige der bekannteren sind diese:

  • Im Frühling stellen die Cafébesitzer die Stühle wieder vor das Lokal. Auch die Uhren werden daher vorgestellt.
    Im Herbst holen die Ladenbetreiber die Stühle wieder zurück in den Laden. Die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt.
  • Der Frühling kommt vor dem Herbst. Man stellt die Uhr daher im Frühjahr vor.
  • Man muss etwas erst verlieren (die Stunde im Frühjahr), bevor man es wiederfinden kann (die Stunde im Herbst).
  • Man stellt die Uhr immer in Richtung Sommer, im Frühling somit eine Stunde vor, im Herbst eine zurück.
  • Die Zeitumstellung funktioniert wie ein Thermometer: im Frühjahr plus, im Winter minus.
  • Im Englischen gibt es noch die Eselsbrücke „spring forward, fall back“. Das heißt eigentlich: „Springe nach vorn, lasse dich zurückfallen.
    „Spring“ steht aber auch für Frühling und „fall“ für Herbst. So kann man es auch als Eselsbrücke mit der Bedeutung „Frühling vor“ und „Herbst zurück“ übersetzen und sich so die richtige Richtung für die Zeitumstellung merken.
Zeitumstellung auf die Sommerzeit: Wecker mit Tulpen

Welche Uhrzeit ist die „normale“?

Im Frühjahr stellen wir die Uhren auf die Sommerzeit um, im Herbst wieder auf die Winterzeit. Aber welche dieser beiden Zeiten ist eigentlich die „normale“ Uhrzeit?

Die Winterzeit in Deutschland entspricht der Normalzeit. Man nennt sie deshalb auch lediglich „Mitteleuropäische Zeit“, abgekürzt „MEZ“. Die Sommerzeit wird hingegen mit „MESZ“ abgekürzt. Das steht für „Mitteleuropäische Sommerzeit“.

Warum gibt es die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung wurde ursprünglich einmal eingeführt, um das natürliche Tageslicht optimal auszunutzen. Indem man die Uhrzeit um jeweils eine Stunde anpasst, soll in den Gebäuden weniger Strom für Licht verbraucht und dadurch die Umwelt geschont werden. Der tatsächliche Nutzen davon ist allerdings höchst fraglich bzw. in Teilen bereits widerlegt.

Welche Vor- und Nachteile hat die Zeitumstellung?

Viele Menschen in Deutschland sind von der alljährlichen Zeitumstellung im März bzw. Oktober genervt. Vielleicht gehörst auch du dazu, wenn dir im März einfach so eine Stunde deiner Nachtruhe stibitzt wird. Die Uhrenumstellung hat allerdings auch Vorteile.

Vorteile der Zeitumstellung

Die Uhrumstellung wurde nicht grundlos eingeführt, sondern es gab einige Gründe dafür. Viele davon findet man in den Vorteilen der Zeitumstellung wieder.

  1. Tageslichtnutzung
    Wenn wir zweimal im Jahr die Zeit umstellen, passt der Sonnenauf- bzw. -untergang eher zu unseren Gewohnheiten.
    Ärgerst du dich immer noch über die verlorene Stunde im März, sieh es einmal anders: Würden wir im Frühjahr nicht die Uhren umstellen, ginge die Sonne im Sommer bereits gegen 3:30 Uhr auf. Dass dies immer auch der Startschuss für ein wildes Piepskonzert überfleißiger Vögel ist, ist allseits bekannt. Gäbe es die Sommerzeit nicht, würden sie dich somit quasi mitten in der Nacht aus dem Bett zwitschern.
    Automatisch ist es dadurch zudem am Abend länger hell, sodass du herrliche Sommerabende noch bei reichlich Licht genießen kannst.
    Und wer früh morgens im Sommer schon draußen arbeiten muss, freut sich auch: Durch die Sommerzeit ist es nämlich eine Stunde länger kühl.
  2. Energieeinsparung
    Die eigentliche Idee der Zeitumstellung hängt ebenfalls mit dem Tageslicht zusammen. Durch die Zeitverschiebung sollte das Tageslicht besser an die Arbeitszeiten angepasst und somit der Stromverbrauch u. a. für Lichtquellen gesenkt werden. (Apropos „Licht“: Schau doch mal bei unserem Partner ➤Lampenwelt vorbei!) Dass sich durch die Zeitumstellung allerdings kaum Energie sparen lässt, wurde 2005 erst durch die Bundesregierung bestätigt.
Zeitumstellung auf die Winterzeit: Wecker mit Laub

Nachteile der Zeitumstellung

Wenn wir die Uhren umstellen hat das auch einige negative Auswirkungen. Diese Nachteile sind z. a. bislang bekannt:

  1. Zu viel Licht am Abend
    So schön es sein mag, lange Sommerabende bei viel Tageslicht zu genießen – für Menschen, die morgens früh raus müssen, kann die lang anhaltende Helligkeit am Abend zu Einschlafproblemen führen.
  2. Mini-Jetlag
    Nicht jedem gelingt die problemlose Umstellung von der Sommerzeit auf die Winterzeit und umgekehrt. Bei einer im Oktober von einer Krankenkasse durchgeführten, repräsentativen Umfrage gaben 29 Prozent der Befragten an, durch die Zeitumstellung Beschwerden zu haben.
    Obwohl der Tagesrhythmus nur minimal durcheinandergebracht wird (für manche fühlt es sich an wie ein Mini-Jetlag), reicht diese eine Stunde, um bei einigen Menschen z. B. Schlafstörungen zu verursachen. Eine medizinische Studie hat gar ergeben, dass die Umstellung auf die Sommerzeit ein höheres Herzinfarktrisiko herbeiführen kann.
  3. Negativer Einfluss auf Tiere
    Und auch Tiere bringt das Hin und Her durcheinander. Wenn du dich also im Herbst auf die gewonnene Stunde freust, aber einen Vierbeiner wie z. B. einen Hund oder eine Katze als Mitbewohner hast, kannst du sicher sein, dass Bello oder Miez exakt zur gestern noch korrekten Zeit auf der Matte stehen und das Frühstück einfordern wird.
    Eine Milchkuh besitzt du vermutlich nicht, aber interessant ist dennoch, dass diese Tiere nach der Zeitumstellung vorübergehend weniger Milch geben. (Jeder protestiert eben wie er kann.) Für Bauern ist das ein ernstes Thema: Sie müssen entweder dafür sorgen, dass die Umstellung sanft erfolgt oder mit Ertragseinbußen rechnen.
  4. Technischer Aufwand
    Funkuhren (die du übrigens auch bei uns im ➤Prämienshop bekommst) nehmen dir zwar die Arbeit, überall die Zeit umzustellen, aber irgendein älteres Gerät musst du eben meist doch noch umstellen. Das kostet Zeit und Mühe.
    Vor allem Geräte, in denen eine Uhr steckt, ohne dass einem das bewusst wäre, werden dann leicht vergessen. Klassisches Beispiel: der Fotoapparat, der dann plötzlich in den Metadaten der Bilder die falsche Zeit anzeigt.
  5. Dienstpläne
    In Deutschland gibt es sehr genaue gesetzliche Vorschriften dafür, wer wann wie lange arbeiten darf. In Unternehmen mit Nachtdiensten wirft die Zeitumstellung häufig die gesamte Planung über den Haufen. Angepasste Dienstpläne sind nötig, die zusätzlichen Aufwand erzeugen und somit Geld kosten.

Weitere Nachteile gibt es vor allem im öffentlichen Personennahverkehr. Die Deutsche Bahn ist beispielsweise aufgrund der Zeitverschiebung gezwungen, Züge eine Stunde lang warten zu lassen bzw. früher loszuschicken und, und, und. Verspätungen sind dennoch bei der Umstellung auf die Sommerzeit in zahllosen Fällen unvermeidbar. Auch hier entstehen dadurch massive planerische Aufwände.

Wann ist das Ende der Zeitumstellung: Wecker auf Holz

Seit wann gibt es die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung gibt es nun schon seit mehreren Jahrzehnten. Die Menschen in der EU stellen seit 1996 brav die Uhren im März und Oktober um, in Deutschland sogar schon seit 1980.

Wie lange gibt es die Zeitumstellung noch?

Die Zeitumstellung ist schon lange umstritten. Deshalb und auch weil der wirtschaftliche Nutzen überaus fragwürdig ist, hat das EU-Parlament im Sommer 2018 die Bürger befragt, wie sie zur regelmäßigen Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit und wieder zurück stehen. Die Frage war: Wollen die EU-Bürger ein Ende der Zeitumstellung?

Von rund 500 Millionen EU-Bürgern beteiligten sich 4,6 Millionen an der Abstimmung. Die Antwortenden hatten eine recht eindeutige Meinung: 84 Prozent sprachen sich für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus.

Deutsche hatten sich an der Befragung besonders reichlich beteiligt: 3,79 Prozent aller Bundesbürger hatten ihre Meinung zum Thema abgegeben.

In der Folge stimmte dann im März 2019 das EU-Parlament für ein Ende der Zeitumstellung und fasste eine letzte Umstellung im Jahr 2021 ins Auge. Die EU-Mitgliedsstaaten sollten dabei selbst entscheiden, ob sie dauerhaft die Sommerzeit oder die Normalzeit beibehalten wollen.

Und genau das ist das Problem, denn die Länder tun sich schwer damit. Bis Ende Oktober 2019 war keine Einigung absehbar. Vielmehr kam zusätzlich die Frage auf, ob eine Anpassung der heute geltenden Zeitzonen nötig werden könnte.

Da aufgrund der Coronakrise nun jedoch erst einmal andere Dinge in den Mittelpunkt gerückt sind, ist völlig unklar, wie lange es die Zeitumstellung noch geben wird bzw. wann es bei der Uhrenumstellung zu einer Änderung oder Einigung kommt. Somit ist auch noch unklar, wann dich die Zeitumstellung das letzte Mal durcheinanderbringen wird und das Hin und Her ein Ende hat.

Ende der Zeitumstellung: Welche Zeit bleibt?

Auch bei der Frage, welche Zeit nach dem Ende der Zeitumstellung bleibt, ist noch vieles unklar. Ebenso unsicher ist, ob es wenigstens in diesem Punkt zu einer EU-weiten Einigung kommt. Genau genommen ist dies sogar ziemlich unwahrscheinlich, da eine EU-weit eingeführte Sommerzeit bedeuten würde, dass in den Sommermonaten in Polen bereits um 3 Uhr die Sonne aufgeht. Gleichzeitig hieße es, dass im Westen Spaniens im Winter erst ab 10 Uhr morgens mit Tageslicht zu rechnen ist. Die Tageslichtphasen würden dann vielerorts kaum mehr zu einem normalen Alltag passen.

Welche Zeit abgeschafft wird und ob es EU-weit eine einheitliche Lösung gibt, ist daher nicht absehbar.

Gönne dir eine schöne Uhr! Zeit wird’s!

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