Warum ist die Heizung meist unter dem Fenster?

Darum ist die Heizung meist unter dem Fenster

Brrr, wenn der Winter draußen für schlottrige Kälte sorgt, dreht man doch gern bei der Heizung am Rad ... pardon: am ➤Thermostat und fordert sie so auf, für kuschelige Wärme zu sorgen. Denn auch wenn wollig-warme Pullis in der kalten Jahreszeit unheimlich gemütlich wirken – ganz ohne Heizung geht es dann eben doch nicht.

So verschieden die einzelnen Heizkörper sind, die in den vielen Wohnungen herumhängen und mehr oder minder brav ihre Arbeit tun, so ähnlich ist deren Position im Raum: In der Regel wirst du auf der Suche nach der Heizung unter dem Fenster fündig. Oder? Wo hängen die wärmenden Gesellen bei dir?

Zwei Pointees stecken in demselben Pullover

Alte Zeiten, große Kälte

Dass sich die Heizkörper vornehmlich einen Fensterplatz sichern, hat einen guten Grund, der allerdings schon etwas in die Jahre gekommen ist: Früher waren Fensterflächen nur einfach verglast und die Fensterrahmen oft auch nur begrenzt dicht. Entsprechend viel Kälte haben die Scheiben und Fensterrahmen ins Innere gelassen. Der Platz in Fensternähe war daher alles andere als gemütlich: Hier zog es bitterkalt herein. Die Heizung direkt unter dem Fenster heizte fleißig dagegen an und sorgte zumindest für etwas weniger Kälte in diesem Bereich. Energiesparend war das natürlich nicht, aber wirklich anders konnten sich viele Menschen damals nicht helfen. Außer halt mit dem dicken Pulli.

Ein Pointee hat einen riesigen Wollpulli an und freut sich sehr darüber

Schützender Schleier

Heute sind Fensterscheiben in der Regel zweifach oder sogar dreifach verglast und halten die Kälte so deutlich besser draußen. Dennoch findet man auch in inzwischen gut gedämmten Häusern mit modernen Fenstern meist die Heizung unter dem Fenster. Und das ist tatsächlich auch heute noch aus mindestens zwei Gründen sinnvoll:

  1. Schützender Warmluftschleier
    So sehr sich die mehrfach verglasten Fenster auch mühen – die kälteste Fläche der Gebäudehülle sind sie nach wie vor. Und wenn es auch noch so wenig ist: Etwas Kälte strömt dort immer in den Raum. Hängt die Heizung unter dem Fenster, steigt die von ihr produzierte Warmluft gerade nach oben und bildet eine Art schützenden Schleier. Der hindert die Kaltluft daran, in den Raum zu gelangen, und wärmt sie direkt auf, noch bevor sie im Inneren für kalte Füße sorgen kann. 
  2. Sinnvollster Ort
    Abgesehen von dem physikalischen Vorteil spricht noch ein Argument dafür, dass deine Heizung am besten unter dem Fenster hängt: Dort ist sie nämlich in vielen Fällen einfach am besten aufgehoben und nimmt am wenigsten Platz weg. Das Fenster würdest du nicht mit großen Möbeln zustellen, schließlich willst du es regelmäßig öffnen und auch mal in die Welt hinausschauen. Und das trifft sich ausgezeichnet, denn auch vor der Heizung sollten keine großen Möbel stehen (und übrigens auch keine Vorhänge hängen), damit die warme Luft ohne Hürden zirkulieren und in den Raum gelangen kann

Ist dein Haus also gut gedämmt und mit mehrfach verglasten Fenstern ausgestattet, ändert das an der alten Tradition eigentlich nichts: Der beste Platz für die Heizung ist und bleibt unter dem Fenster.

Extratipp: Neue, moderne Fenster sind oft deutlich dichter als alte Modelle. Das sorgt für mehr Wärme bei weniger Heizaufwand, aber auch für eine Gefahr: Die Fenster sind heute oft so dicht, dass kaum mehr ein Luftaustausch stattfindet. So kann auch Feuchtigkeit nicht entweichen und es droht ➤Schimmel in der Wohnung. Hast du neue Fenster, ist es daher enorm wichtig, dass du ausreichend heizt und lüftest.

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