Wie misst man die Höhe eines Bergs?

Wie misst man die Höhe eines Bergs?

Erst hochlaufen, dann runterschauen. Eigentlich sind es nur diese beiden Dinge, auf die es beim Bergsteigen ankommt. Ja gut, je nachdem, wie hoch der Berg ist, auf den du kraxeln möchtest, ist vielleicht auch noch manch andere Sache wichtig. Soll es richtig hoch hinaus gehen, wäre nämlich z. B. auch die eine oder andere Sauerstoffflasche wesentlich. Die wird immer dann entscheidend, wenn der Berg so hoch ist, dass es selbst dem Sauerstoff zu anstrengend ist, sich bis ganz nach oben zu schleppen.

Spätestens, wenn ein Berg höher als 7.000 Meter ist, wird es richtig knapp mit der Luft und dann auch schnell gefährlich. Aber ... woher weiß man eigentlich, wie hoch ein Berg ist? Dass der Mount Everest 8.848 Meter misst, der ➤K2 8.611 Meter und die ➤Zugspitze 2.962 Meter, kann man überall lesen. Und wenn man hochläuft, merkt man auch jeden Meter in den Knochen. Aber wie wurde die jeweilige Berghöhe ermittelt?

Wer die Höhe eines Berges messen will, hat dafür viele Möglichkeiten. Darunter sind auch diese vier: 

  1. Satellit
    Vermutlich am bequemsten und auch am genauesten dürfte die Vermessung per GPS sein. Dabei wird die Höhe des Bergs mithilfe von Satelliten ermittelt. Ganz vereinfacht ausgedrückt lässt man sich von mehreren Satelliten ganz oben auf dem Gipfel "finden". Mit den so ermittelten Werten kann man dann ziemlich exakt die Position auf der Erde inklusive der Höhe über Normalnull feststellen.
  2. Luftdruck
    Je höher oder niedriger die Gegend liegt, in der du auf der Welt herumläufst, umso höher oder niedriger ist auch der Luftdruck. Das kannst du auch ganz leicht selbst merken: Trägst du eine Wasserflasche aus Plastik auf den Berg, trinkst sie dort aus, verschließt sie fest und stiefelst dann wieder herunter, ist sie im Tal eingedellt. Das liegt daran, dass der Luftdruck im Tal deutlich höher ist und die Flasche somit zusammenpresst. Auf einer Höhe von 0 Metern liegt der Luftdruck bei 1013,25 hPa. Man geht davon aus, dass er bei einem Aufstieg je 80 Meter um 1 Prozent abnimmt. Misst man auf dem Gipfel eines Bergs den Luftdruck, kann man damit also auch die Berghöhe bestimmen. Da der Luftdruck allerdings mit dem Wetter zusammenhängt, ist diese Messmethode nicht ganz genau.
  3. Landvermessung
    Die Landvermessung ist reichlich mühsam. Dabei geht man nämlich von einem Punkt aus, dessen Höhe man schon kennt, und misst dann von dort aus weiter. Ganz zu Beginn dieses Messverfahrens musste man sich erst einmal auf einen Startpunkt einigen. Für Deutschland hat man den sog. "Amsterdamer Pegel" gewählt. Das ist ein Punkt an der niederländischen Meeresküste. Von dort aus misst man dann jeweils die Abweichung nach oben oder unten Stück für Stück nach. Sicher hast du auch schon mal die Landvermesser:innen gesehen, die eine lange Messlatte halten, während eine zweite Person durch ein Messgerät guckt, das fast wie ein Blitzer der Polizei aussieht. So wird das Land mit seinen Höhenunterschieden Meter für Meter mühsam vermessen. Und genau so könnte man auch die Höhe eines Bergs ermitteln.
  4. Winkelberechnungen
    Zu guter Letzt kannst du auch noch deine Mathe-Kenntnisse hervorkramen, wenn du mal wieder einen Berg vermessen willst. Kennst du nämlich die Höhe deines aktuellen Standpunktes und die Entfernung zum Berg, peilst du einfach dessen Spitze an. Der dabei entstehende Winkel hilft dir mit der richtigen Formel (Berghöhe=Entfernung zum Berg*tan(Winkel in Grad)) dabei, die Höhe des Bergs auszurechnen.

Wir wünschen viel Spaß bei deiner nächsten Bergtour und immer ausreichend Puste!

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