
Zitronatzitrone: schrumpelige Schwester mit Promi-Status
Die Zitronatzitrone hat es nicht leicht: Zum einen ist sie knubbelig-schrumpelig wie kaum ein anderes Obst. Wer sich nicht in der Welt der frischen Früchtchen auskennt, würde sie vermutlich für eine besonders unschöne Zitrone halten. Sie teilt somit ihr Schicksal mit der Ugli: Auch die wird oft wegen ihrer Erscheinung verkannt und lieber aussortiert.
Zum anderen kann die Zitronatzitrone (Citrus medica) auf den ersten Blick auch nicht mit inneren Werten überzeugen. Denn anstatt saftigem Fruchtfleisch steckt in ihr jede Menge von dem weißen Gnibbelkram, den manch Zitrusfrüchte-Freund vor dem Verzehr mühselig von Orange, Mandarine oder auch Pomelo abfriemelt.
So richtig beliebt ist das Obst bei Otto-Normal-Verputzern daher nicht: Das Essen macht keinen Spaß und dekorativ in die Obstschale legen kann man die Zitronatzitrone wegen ihrer runzeligen Erscheinung auch nicht ... In anderen Kreisen wird das Früchtchen im Gegensatz dazu deutlich mehr geschätzt. Da könnte man das sogar fast als eifrig umhegten und bestens bezahlten Promi bezeichnen.




