
Paccheri: Nudel mit Durchschlagskraft
Holla, die Paccheri sorgt für ordentlich Eindruck auf dem Teller, denn so große Nudeln sieht man doch eher selten. Sie ist gut und gern doppelt so wuchtig wie ihre kleine Schwester, die Calamarata.
Aufgrund ihrer stattlichen Erscheinung galt die aus Kampanien stammende Nudel lange Zeit als Essen für die Armen. Schließlich brauchte man von ihr nicht viele, um den Teller voll erscheinen zu lassen.
Und auch ihr Name ist eher rustikal: Paccheri ist vom italienischen Dialektwort „Paccaria“ abgeleitet, was mit „Ohrfeige“ übersetzt werden kann. Es wird vermutet, dass die eigentlich ganz friedliche Nudel ihren Namen deshalb bekommen hat, weil das von ihr beim schwungvollen Servieren erzeugte Geräusch dem einer ordentlichen Watschn ähnelt.
Von diesem zünftigen Image hat sich der leckere Teigtunnel inzwischen aber gelöst und ist längst zu einer köstlichen Pastavariation aufgestiegen, die sich inzwischen ganz ohne Probleme auch in vornehmen Restaurants erst blicken und dann verputzen lässt.

Kräftige Soßen mit Fleisch passen besonders gut zu der Röhre, die nicht weniger als 15 Minuten Garzeit benötigt. Aber auch solche mit Fisch lassen sich gut mir ihr kombinieren. Eine ganz andere Variante ist die mit leckerem roten Pesto, Salz und Pfeffer, fertig, lecker! Wer es lieber überbacken mag, spickt die Paccheri mit einer Ricotta-Spinatfüllung, gibt etwas Käse darüber und lässt sie einfach bis zur perfekten Köstlichkeit im Ofen ausharren.
Ganz gleich, welche Variante du für die nudelige Ohrfeige wählst: Wir wünschen Dir einen guten Appetit!




