
Die Bärenbeere versucht's mal mit Gemütlichkeit
Es gibt ernsthaft ein Früchtchen, das sich Bärenbeere nennt? Da fehlt ja eigentlich nur noch ein Beerenbär, der sie futtert. Dann wäre die sprachliche Verwirrung perfekt.
In der Zoologie, und damit im Land von Meister Petz, kennen wir uns nicht so recht aus, bei ungewöhnlichem Obst schon eher. Und wir können bestätigen: Die Bärenbeere (Arctostaphylos) gibt es tatsächlich. Sie heißt auch "Bärentraube" und hängt ausschließlich auf der Nordhalbkugel knallrot strahlend an kleinen Sträuchern herum und harrt der Dinge, die da kommen. Eine wirklich gute Weitsicht hat sie von dort allerdings nicht, denn die Sträucher wachsen kaum einen halben Meter hoch. Einige bringen es auch nur auf zehn Zentimeter, also knapp über Knöchelhöhe.
Entsprechend klein ist auch die Frucht: Nur sechs bis acht Millimeter werden die kugeligen Beeren groß. Und mit dem Ausreifen lassen sie sich ordentlich Zeit: Die Bärenbeere hat's gern gemütlich und fühlt sich frühestens im August, eher aber im September und Oktober bereit zur Pflückerei.




