
So wird altes Brot wieder knusprig und frisch
Die leckeren Gerüche beim Bäcker können schon verführerisch sein. Deshalb ist es gar nicht so selten, dass man nicht nur das leckere Roggenbrot mitnimmt, sondern vielleicht auch noch den kleinen Laib mit den drollig drapierten Sonnenblumenkernen.
Zu Hause angekommen knuspert man dann beim einen Brot eifrig drauflos, während das andere traurig in seiner Tüte darauf wartet, ebenfalls beachtet zu werden. (Noch trauriger wird es übrigens, wenn du es falsch eingetütet hast: So solltest du Brot niemals aufbewahren!) Einige Tage lang macht es das vielleicht mit. Aber je mehr Zeit vergeht, umso angefressener ist das Brot darüber, dass es genau das eben nicht wird. In der Folge wird die Kruste immer härter und das Innenleben immer trockener.

Willst du das Brot nun noch essen, wird es dir vor lauter Trotz nicht viel Freude bereiten. Mit einem einfachen Trick gelingt allerdings die Versöhnung. So wird das Brot wieder knusprig frisch:
- Einmal duschen, bitte
Halte den kleinen Laib unter fließendes Wasser und mache ihn richtig ordentlich nass. - Schwitzpackung anlegen
Wickle das Brot danach fest in Alufolie ein. So bleibt die Feuchtigkeit dicht am Brot. - Ab in den Ofen
Lege das Brot dann in den noch kalten Ofen. Stelle nun 150 °C bei Umluft ein und lasse das Brot für etwa 15 Minuten im Ofen über seine aktuelle Situation nachdenken. (Hier erfährst du, was die verschiedenen Backofensymbole bedeuten.) - Extrafahrt für die krosse Kruste
Befreie das Brot dann aus dem Ofen und nimm die Alufolie ab. Das Brot ist nun wieder saftig. Allerdings ist auch die Kruste weich. Hättest du sie gern wieder knusprig, heizt du dem Teigwerk noch mal ordentlich ein: Fünf Minuten bei 175 °C (Umluft) erinnern das Brot an alte Zeiten. Es wird dann wieder herrlich knusprig (fast) wie beim Bäcker.
Alternativ zur Alufolie kannst du das Brot übrigens auch in ein feuchtes Geschirrtuch wickeln und im Ofen aufbacken. Auch so wird es wieder lecker, weich und schön saftig.



