Woraus wird Vanille gemacht?

Vanille wird aus Orchideen gewonnen

Manche Gewürze sind unglaublich günstig zu bekommen: Gewöhnliches Kochsalz gehört dazu. Und auch Zucker gibt es selbst in großen Mengen sehr preiswert. Wertvoll sind sie natürlich dennoch, aber mehr Ansehen genießen die richtig teuren Gewürze.

Und da kommt Vanille ins Gewürzregal stolziert. Die zeichnet sich ja schon allein dadurch aus, dass man sie ganz vornehm französisch aussprechen kann, also etwa „Wanie-je“. Manch einer sagt aber auch „Wanillje“ oder noch profaner „Wanille“ zu ihr.

Wie wird Vanille hergestellt?

Die vornehme Vanille wird aus den Kapselfrüchten einer ganz bestimmten Orchideen-Gattung (der Vanilla planifolia) gewonnen und vor allem auf Madagaskar angebaut. Das allein ist schon sehr besonders. Aber die Verarbeitung übertrumpft das locker.

Die Kapseln, die wir meist „Schoten“ nennen, werden kurz vor der Reife geerntet. Anschließend geht’s für die noch grünen Stangen in die Sauna: Sie werden mit heißem Wasser und Dampf behandelt und schließlich in luftdicht verschlossenen Behältern fermentiert. Durch diese Wellness-Behandlung entsteht in den dann dunkelbraunen bis schwarzen Stangen der Stoff Vanillin, der für das köstliche Aroma der Schoten verantwortlich ist.

Vanillestangen reisen außerdem nicht allein, sondern nur in Gruppen. Auch das steigert den Preis, denn für den Transport müssen sie gebündelt und in Papier eingeschlagen werden.

Was kostet Vanille?

Die Ernte, Verarbeitung und der Transport der Schoten sind so aufwendig, dass sich die Vanillebauern das gut bezahlen lassen: Ein Kilogramm echte Vanille kostet schon mal 300, 600 oder auch 700 Euro, je nach Marktlage. Damit ist das Gewürz teilweise teurer als Silber.

Noch kostspieliger ist lediglich Safran. Da kostet ein Kilogramm zwischen 2.000 und 7.000 Euro.

Am besten schmeckt’s von schönen Tellern. Hier bekommst du sie:

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