
Sagne ... ohne "La"
So richtig aufwendig in der Herstellung ist die Sagne gar nicht. Eine wirklich gute Figur auf dem Teller macht sie aber dennoch. Und schmeckt sie denn auch? Ha! Na, aber wie!
Diese Nudel ist in Apulien zu Hause. Und auch wenn sie bei Nudel-Laien zur Vermutung führen könnte, da habe jemand die beiden Buchstaben L und A vergessen – mit der Lasagne hat sie nur ganz wenig zu tun. Die einzige Gemeinsamkeit, die man den beiden Pastaformen neben den Zutaten (Hartweizenmehl, Wasser, Salz) nachweisen kann, ist die Plattheit. Die kaschiert die Sagne aber ganz im Gegensatz zu ihrer plattenförmigen Verwandten sehr gekonnt: Die Sagne rollt sich nämlich geschickt schick zusammen, sodass eine spiralförmige Nudel entsteht.
Mit vollem Namen heißt sie daher auch "Sagne incannulatu", verkürzt oft auch nur "Sagne 'ncannulatu", was auf Deutsch ungefähr "hausgemachte, spiralförmige Nudel bedeutet". Hier und da lässt sich die längliche Leckerei auch mit "Sagne ritorte" ansprechen. Das bedeutet so viel wie "hausgemachte, verdrehte Nudel".





