
Baumstachelbeere: Sauer macht fruchtig
Für Früchte, die in drolligen Formen daherkommen, hatten wir schon immer ein besonderes Plätzchen im Herzen. Daher kommt die Baumstachelbeere quasi wie gerufen: Sie ist bemerkenswert gnubbelig und wirkt auf Anhieb sympathisch.
Anders als die Carambola hat sie keine spitzen Kanten, sondern ist rundherum rund, noch dazu angenehm klein und mit einem Haps im Mund. Wer die Baumstachelbeere, die sich hier und da auch als "Grosella" vorstellt, einfach so wegnascht, kann allerdings etwas erleben: Das knuffige Früchtchen hat nämlich ein dunkles Geheimnis: Es ist reichlich sauer! Bereite dich also darauf vor, dass sich beim Verzehr sämtliche Gesichtsmuskeln wie von selbst aktivieren und zu einer Huch-ist-das-sauer-Grimasse anspannen.
Von Sirup, Süßspeisen und sehr viel Zucker
Deutlich besser schmeckt die Baumstachelbeere, wenn sie als Hauptzutat in kullert und dort für eine angenehme Säure sorgt. Reichlich gezuckert verhilft sie nebenberuflich so manchem Sirup zur nötigen Fruchtigkeit. Aus ihrem Saft lassen sich außerdem wunderbar zaubern. Hier und da sieht man die Grosella auch getrocknet, gesalzen oder kandiert.





