Alltagsmythen im Check: Pointees schauen sich sehr fragend an

Alltagsmythen im Check: 8 populäre Irrtümer

Wunden heilen an der Luft besser, man sollte lieber nicht mit vollem Magen schwimmen gehen und Vollmond ist ein Schlafkiller: Bestimmte Alltagsmythen halten sich hartnäckig. Umso wichtiger ist es, mit ihnen aufzuräumen. Wir haben einige besonders populäre Irrtümer mal unter die Lupe genommen.

1. Batterien halten im Kühlschrank länger

Weit verbreitet ist beispielsweise der Mythos, dass Batterien in den Kühlschrank gehören. So verlieren sie nicht an Leistung, heißt es. Fest steht: Je höher die Raumtemperatur, desto mehr leidet der Energiespeicher von Batterien. Selbstentladung nennt sich das Phänomen.

Da ist es doch logisch, Batterien im Kühlschrank aufzubewahren, oder? Falsch. Denn hier gibt es andere Tücken: Kondenswasser beispielsweise, das dazu führen kann, dass sich das Metall zersetzt. Umgehen lässt sich die Gefahr übrigens, indem man die Batterien in einer dichten und trockenen Hülle oder Box im Kühlschrank lagert. Allerdings hält sich die längere Lebensdauer der Batterien im Vergleich zur Lagerung bei Zimmertemperatur in Grenzen.

Tipp: Am besten für den Leistungserhalt von Batterien ist es, diese bei rund 15 Grad an einem trockenen Ort, also zum Beispiel im Keller, zu lagern.

2. Wunden heilen besser an der Luft

Es gibt kaum jemanden, der den Satz “Wunden heilen besser an der Luft” früher nicht von seinen Eltern oder Großeltern gehört hat. Mythos oder Medizin? Die Sache ist klar: Das Credo gehört ebenfalls in die Schublade der Alltagsmythen.

Denn aus medizinischer Sicht steht fest: Solange die Wunde frisch ist, gehört ein Pflaster darauf. Ärzte empfehlen zudem, Schürfwunden vorab zu desinfizieren. Andernfalls können Krankheitserreger leicht eindringen und Infektionen verursachen.

Aber: Hat sich schließlich Schorf auf der Wunde gebildet, kann das Pflaster ab. Denn dann sorgt frische Luft tatsächlich für eine bessere Wundheilung.

3. Bei Gewitter sollte man nicht duschen

Wasser leitet Strom – diese Tatsache kennen viele aus der Schule. Und in der Tat kann sich die Spannung eines einschlagenden Blitzes über die Wasserleitungen eines Hauses ausbreiten. Allerdings sorgt ein sogenannter Blitzschutz in den meisten Gebäuden dafür, dass sich die Spannung gleichmäßig verteilt. Dabei werden entsprechende Leitungen elektrisch miteinander verbunden.

Solange der Blitzschutz eines Hauses also intakt ist, besteht weder beim Duschen noch beim Baden Gefahr für Leib und Leben während eines Gewitters. Du kannst also beruhigt in die Wanne steigen, selbst wenn es draußen blitzt und donnert.

Gut zu wissen: Das Gleiche gilt fürs Geschirrspülen und andere Tätigkeiten im Haushalb, bei denen Teile des Körpers mit Wasser in Berührung kommen.

4. Vollmond sorgt für schlaflose Nächte

Experten bestätigen: Viele Menschen schlafen bei Vollmond tatsächlich schlechter als sonst. Es ist also kein Wunder, dass es den Mythos vom schlafraubenden Vollmond immer noch gibt. Dabei trifft den Himmelskörper selbst keine Schuld. Zur Frage, warum sich die Menschen einmal im Monat von einer Seite auf die andere wälzen ohne einzuschlummern, gibt es mehrere Theorien:

  1. Durch die Helligkeit draußen wird im menschlichen Gehirn weniger Melatonin gebildet. Der auch als Schlafhormon bekannte Stoff ist wesentlich für das Ein- und Durchschlafen.
  2. Placebo-Effekt: Allein dadurch, dass wir glauben, wir könnten bei Vollmond nicht schlafen, finden wir tatsächlich nicht zur Ruhe. Die Macht der inneren Erwartungshaltung sorgt also für eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Tipp für mehr Schlaf bei Vollmond: Du gehörst ebenfalls zu jenen, die bei Vollmond schlecht schlafen? Dann hilft womöglich die Verdunkelung des Schlafzimmers, sodass kein Mondlicht in den Raum dringen kann. Weitere Tipps, wie Du ➤ besser einschlafen kannst, gibt es hier.

5. Schwimmen nach dem Essen ist gefährlich

Essen, warten, schwimmen – viele kennen seit Kindheitstagen die Warnung: Geh niemals mit vollem Magen ins Wasser! Woher dieser Mythos kommt, ist bis heute nicht bekannt. Interessant aber ist: In den ➤ Baderegeln der DLRG taucht der Hinweis noch immer auf.

Studien hingegen zeigen, dass Mahlzeiten unmittelbar vor dem Schwimmen weder negativen Einfluss auf die Kraft noch auf den Magen haben.

Offenbar leidet im Wasser nur der Spaßfaktor nach einem üppigen Mahl: Denn wenn das Wasser auf den Magen drückt, fühlt sich dieser mitunter noch voller an.

Tipp: Hat das Essen den Magen passiert und ist im Darm angelangt, macht das Planschen auch wieder mehr Freude. Mahlzeiten brauchen jedoch unterschiedlich lange auf ihrem Weg zum Darm. Mediziner empfehlen daher vor dem Schwimmen lieber Leichtverdauliches, also fettarme, zuckerarme Speisen. Ein Apfel oder eine Karotte eignen sich zum Beispiel hervorragend als Snack.

6. Rasierte Haare wachsen schneller nach

Noch ein Irrtum, der vor allem unter Frauen weit verbreitet ist: Die Haare an Beinen und Co. wachsen durch ständiges Rasieren schneller und dicker nach. Alle, die sich regelmäßig ihrer Körperbehaarung entledigen, können aber aufatmen, denn das ist nichts weiter als Mythos.

Woher dieser kommt, lässt sich leicht nachvollziehen: Denn rein äußerlich hat es tatsächlich den Anschein, als würde eine Rasur das „Haar-Problem“ kurzfristig lösen, um es im Anschluss nur noch schlimmer zu machen. Denn wachsen die Härchen nach, sind sie kurz und stehen ab. Das fällt optisch mehr auf und fühlt sich auch dicker an als lange, anliegende Haare.

Alltagsmythen: Frau rasiert Beine in der Badewanne

7. Schnaps ist gut für die Verdauung

Irrtümer zur Ernährung gibt es viele, aber kaum ein Mythos hält sich so hartnäckig wie dieser. Nach einer reichhaltigen Mahlzeit wird daher gern einmal ein „Verteiler“, also ein Schnaps, gereicht. Dabei bewirkt dieser eigentlich das Gegenteil, denn Alkohol bremst den Stoffwechsel. Dadurch wird Gegessenes noch langsamer verdaut. Viele fühlen sich nach einem Schnaps trotzdem besser. Und das hat einen Grund: Alkohol lockert die Magenmuskeln, wodurch das Völlegefühl nachlässt.

8. Fingernägel wachsen nach dem Tod weiter

Wer an lange Klauen nach dem Tod glaubt, hat offenbar zu viele Horrorfilme gesehen. Zwar sehen Fingernägel an einer Leiche tatsächlich aus, als wären sie weiter gewachsen, dahinter steckt aber ein besonderer medizinischer Grund: Nicht die Nägel wachsen, sondern die Körperzellen darunter zersetzen sich. Dadurch wirken die Nägel länger, obwohl sie es gar nicht sind.

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