Sorgenfrei durchs Studium mit der passenden studentischen Krankenversicherung. Junge Frau wird von einer Ärztin beraten.

Krankenversicherung für Studenten: Sorgenfrei durch das Studium

Die Wahl der ersten Krankenversicherung für Studenten ist ein großer Schritt im Leben.

Aber keine Sorge: Wir erklären dir den Unterschied zwischen gesetzlichen und privaten Optionen, was es mit der studentischen Krankenversicherung auf sich hat und wie es nach dem Studium weitergehen kann.

Was ist vor dem Studium über die Krankenversicherung zu wissen?

Was ist vor dem Studium über die Krankenversicherung zu wissen?

Was ist eine studentische Krankenversicherung?

Der Eintritt ins Studium ist eine spannende Zeit. Jetzt fängt das Erwachsensein so richtig an: die erste Wohnung, die ersten Schritte in die berufliche Zukunft, vielleicht sogar das erste eigene Auto.

Aber mit der großen Freiheit musst du auch einige Entscheidungen treffen, die dein Leben nachhaltig beeinflussen können. Zum Beispiel, welche Art der Krankenversicherung dich durch die Zeit an der Universität oder Fachhochschule oder Fachhochschule begleiten soll.

Eine Krankenversicherung als Student abzuschließen ist grundsätzlich verpflichtend.
  • Als Student bist du grundsätzlich versicherungspflichtig.
  • Eine Krankenversicherung für Studenten, auch studentische Krankenversicherung genannt, gewährleistet, dass du im Krankheitsfall gut ärztlich versorgt werden und Therapiemaßnahmen in Anspruch nehmen kannst. Das erklärt auch, warum Studenten überhaupt Krankenversicherung zahlen müssen.
  • Die studentische Krankenversicherung ist eine Form der gesetzlichen Versicherung und erfolgt im Zusammenspiel mit entsprechenden Krankenkassen. Meistens versichern sich Studenten allerdings im ersten Schritt über die Eltern mit einer Familienversicherung, insbesondere, wenn du unter 25 Jahre alt bist.

Wie viel kostet eine studentische Krankenversicherung?

Gesetzliche Krankenkassen bieten Studentenversicherungen zu einem vergünstigten Tarif an, der an die Entwicklung des Bafögs gekoppelt ist und somit Schwankungen unterliegt.

Nach Erhöhung des Bedarfssatzes zum Wintersemester 2019/2020 zahlen Studenten zurzeit rund 76 Euro monatlich Krankenkassenbeitrag.

Dazu kommt außerdem die gesetzliche Pflegeversicherung, für die Studierende je nach Alter und ob Kinder vorhanden sind, in 2020 zwischen 23 und 25 Euro zahlen.

Je nach Wahl des Versicherers fallen darüber hinaus durchschnittlich 1,1 Prozent Zusatzbeitrag an, wobei die Höhe der Zusatzzahlung von Krankenkasse zu Krankenkasse variieren kann. Insgesamt landest du so bei circa 109 Euro monatlich für deine gesamte studentische Krankenversicherung. Hier die gerundete Rechnung noch einmal in der Übersicht:


  • Studentische Krankenversicherung:     76 Euro
  • gesetzliche Pflegeversicherung:           25 Euro
  • durchschn. Zusatzbeitrag der Kasse:     8 Euro
  • Gesamtbetrag im Durchschnitt:    109 Euro
Der Beitrag der Krankenversicherung für Studenten setzt sich aus drei einzelnen Kostenstellen zusammen.

Wie lange gilt die studentische Krankenversicherung?

Hast du dich nach dem 25., bzw. 26. Lebensjahr für eine studentische Krankenversicherung entschieden, bist du bis zur Vollendung deines 30. Lebensjahres und unabhängig von der Anzahl deiner Fachsemester gut abgesichert.

Danach musst du für deine gesundheitliche Absicherung tiefer in die Tasche greifen. 

  • Eine Ausnahme gilt, solltest du bereits anfangen, an deiner Promotion zu arbeiten. 2018 entschied das Bundessozialgericht, dass Doktoranden keinen Anspruch auf eine Krankenversicherung für Studenten haben.
  • Der Grund: Als Doktorand bist du bereits im Besitz eines akademischen Titels. Deine Ausbildung ist somit abgeschlossen, die Doktorarbeit sozusagen nur noch die freiwillige Kirsche auf dem Kuchen. Folgerichtig musst du dich zum Start deiner Promotion freiwillig versichern.

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Die erste Wahl: Familienversicherung für Studenten

Viele entscheiden sich für die naheliegendste Variante und verbleiben als Student zunächst unter dem Schirm der Familienversicherung gesetzlicher Krankenkassen.

Sie ist bis zum 25. Lebensjahr kostenfrei, mitunter sogar ein Jahr länger, wenn du Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst geleistet hast. Die Beitragsfreiheit ist dabei an die Zahlung des Kindergeldes geknüpft.

Um die Familienversicherung auch als Student nutzen zu können, müssen allerdings folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Du besitzt eine offizielle Immatrikulation an einer deutschen Hochschule oder Universität.
  • Mindestens ein Elternteil ist gesetzlich krankenversichert.
  • Dein Monatseinkommen überschreitet bei einem Minijob die 455 Euro, als Werksstudent die 538,33 Euro nicht.
  • Du bist nicht älter als 25, bzw. 26 Jahre.


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Eine ganz andere Option: Private Krankenversicherungen für Studenten

▶ Zu Beginn deines Studiums wirst du pauschal erstmal der gesetzlichen Krankenkasse zugeordnet. Allerdings hast du zu diesem Zeitpunkt einmalig die Chance, dich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen.

▶ Dies gibt dir die Möglichkeit, in eine private Krankenversicherung für Studenten zu wechseln – oder in einer privaten Krankenkasse zu verbleiben, wenn beispielsweise mindestens eines deiner Elternteile privat versichert ist. 

▶ Dies kann Vorteile haben, aber auch schnell teuer werden. 

Neben der gesetzlichen Versicherung gibt es auch die Möglichkeit eine private Krankenversicherung für Studenten abzuschließen.


  • Private Krankenkassen haben den Vorteil, dass das erstattungswürdige medizinische Leistungsspektrum meist umfassender und exklusiver ist. Eine Familienversicherung, nach Vorbild der Gesetzlichen, in denen Kinder, Schüler und Studenten kostenlos mitversichert werden können, gibt es in der privaten Krankenkasse jedoch nicht.

  • Allerdings gelten auch dort meist verminderte Beitragssätze für Kinder bis zum 25., bzw 26. Lebensjahr. Sind deine Eltern zudem verbeamtet, bekommen sie vom Staat Beihilfe für sich und dich, was einen zusätzlichen finanziellen Ausgleich schafft.

Die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung für Studenten noch einmal im Überblick:

  • Du hast dich zu Beginn deines Studiums von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen
  • Du bist unter 25, bzw. 26 Jahren


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Fallstricke der privaten Studentenversicherung

Wenn du also nicht auf jeden Cent achten musst, ist eine private Krankenversicherung für Studenten bis zum 25., bzw. 26. Lebensjahr eine relativ kostengünstige Option, bei der du hochwertige Leistungen in Anspruch nehmen kannst. Solltest du aber länger studieren oder dein Studium nicht direkt nach der Schule aufnehmen, passiert Folgendes:

▶ Auch für Studenten gelten ab dem 25., bzw. 26. Lebensjahr bei privaten Krankenversicherungen die vollen Tarife, die ins Geld gehen können.

▶ Sind deine Eltern verbeamtet, entfallen ab dem 25., bzw. 26. Lebensjahr die staatlichen Beihilfen für dich.

▶ Es gibt für dich keine Möglichkeit, während deines Studiums in das System der gesetzlichen Krankenkassen zu wechseln, um von der studentischen Krankenversicherung zu profitieren.

  • Einen Sonderfall bildet darüber hinaus die Möglichkeit, dass du schon vor Studienstart privat versichert warst. Etwa, weil du dich erst später im Leben zu einem Studium entschlossen und vorher schon voll gearbeitet hast. In diesem Fall kannst du zwar ohne große Umstände in die gesetzliche Krankenkasse wechseln, allerdings nur, wenn du 30 Jahre oder jünger bist. Danach ist der Weg in die Gesetzliche, wenn es ihn denn überhaupt gibt, ein sehr steiniger.
  • Du solltest also gut abwägen, ob du dich für eine private Studentenversicherung entscheidest. Weiteres Ungemach kann nämlich drohen, wenn du nach deinem Abschluss nicht direkt einen Job findest.


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Der Preis ist heiß: Krankenversicherungen für Studenten im Vergleich

  • Als Student ist das Geld oft knapp. Deine Miete und das Studi-Ticket wollen gezahlt, der Kühlschrank befüllt und die Bücher gekauft werden. Dafür hast du in der Regel nur einen kleinen Nebenjob, Bafög oder Unterstützung von deinen Eltern. Klar, dass du da genau hinschauen möchtest, wie viel Geld für deine Krankenversicherung draufgeht.
  • Bei der gesetzlichen Krankenversicherung für Studenten erübrigt sich ein Vergleich der Beiträge allerdings mehr oder weniger. Da sich die Kosten am Bafög-Satz orientieren, der staatlich festgelegt wird, bezahlen alle die gleichen Beiträge für die Kranken-und Pflegeversicherung.
  • Was hingegen nicht in Stein gemeißelt ist, sind die Zusatzbeiträge, die die einzelnen Krankenkassen erheben. Hier können Sparfüchse mitunter mit einem Vergleich Erfolg haben
Oftmals lohnt es sich für Studenten einen Vergleich der Krankenversicherungen durchzuführen.
  • Anders sieht es bei privaten Krankenversicherungen für Studenten aus. Hier gibt es zahlreiche Angebote mit entsprechend unterschiedlichen Tarifen. Bevor du jedoch anfängst, dich durch Vergleichsportale zu wühlen, fordere einfach ein paar Infos und Angebote von Privatversicherern an. Dies geht fast immer blitzschnell und mit wenigen Klicks.
  • So stellst du sicher, dass du auch wirklich ein individuelles Angebot bekommst, die richtigen Informationen bei deinem Vergleich vorliegen hast und ganz in Ruhe deine Entscheidung fällen kannst.


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Was kann sich während dem Studium ändern?

Ausflug in die Arbeitswelt: Der Werkstudent und die Krankenversicherung

  • Als Werkstudent gelten für dich im Prinzip die gleichen Bedingungen, wie für andere Studenten auch. Werkstudenten können Familienversicherung in Anspruch nehmen und später in die studentische Krankenversicherung wechseln. Es gelten die gleichen Voraussetzungen und Einschränkungen.

Trotzdem zwei kleine Extratipps:

Als Werkstudent darf man in der Studentenversicherung nur 20 Stunden pro Woche arbeiten. Junger Mann sitzt an einem Laptop


  • Achte genau auf deine Stundenzahl! Arbeitest du länger als 20 Stunden pro Woche, wertet deine Krankenkasse dich als vollwertigen Arbeitnehmer – und das kann richtig teuer werden.

  • Allerdings gibt es das sogenannte “Werkstudentenprivileg”, das es dir erlaubt, maximal 26 Wochen im Jahr mehr als 20 Stunden zu arbeiten, wenn die Extrastunden in den Abend- und Nachtstunden, am Wochenende oder in den Semesterferien liegen. Das ist vor allem bei befristeten Semesterferienjobs ein guter Trumpf im Ärmel.

Als Werkstudent darfst du monatlich 83,33 Euro mehr verdienen, als die 455 Euro eines Minijobs, ohne aus der Familienversicherung zu fallen und die Einkommensgrenze zu überschreiten. Somit kommst du auf mögliche 538,33 Euro im Monat. Der Grund: Du stehst in einem regulären Arbeitsverhältnis, innerhalb dessen dir das Einkommensgesetz eine Werbungskostenpauschale einräumt. Diese ist grundsätzlich dafür gedacht, Kosten auszugleichen, die in Verbindung mit deinem Job entstehen können, beispielsweise durch die Anschaffung von Arbeitskleidung oder Weiterbildung. Da es sich aber um eine Pauschale handelt, brauchst du die Kosten im Steuerausgleich nicht gesondert ausweisen.

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Wenn es etwas länger dauert: Krankenversicherung für Studenten über 25

  • Es gibt zahlreich Gründe, warum du auch nach deinem 25. oder 26. Lebensjahr noch studierst. Eventuell bist du nicht direkt nach dem Abi oder Fachabi mit deiner akademischen Laufbahn durchgestartet, hast ein oder mehrere Auslandssemester eingelegt oder nimmst dir einfach etwas mehr Zeit.
  • Fakt ist allerdings, dass du auch nach dem 25., bzw. 26. Lebensjahr versichert sein musst. Und hier kommt in der Regel die studentische Krankenversicherung ins Spiel.


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Für den Endspurt: Krankenversicherung für Studenten über 30

Ab dem 31. Lebensjahr ist es mit Vergünstigungen bei Krankenversicherungen für Studenten in den gesetzlichen Krankenkassen leider vorbei. Von nun an musst du dich regulär freiwillig versichern.

▶ Sofern du keiner weiteren hauptberuflichen Tätigkeit nachgehst, liegt der Beitrag im Schnitt bei etwa 195 Euro, mindestens aber bei 120 Euro im Monat.

▶ Ein kleines Schlupfloch kann es allerdings noch geben, wenn du Kinder hast und verheiratet bist: In diesem Fall lohnt es sich, bei der Krankenkasse des Ehepartners nachzufragen, ob eine beitragsfreie Familienversicherung für dich greifen könnte – womit sich der Kreis wieder schließen würde.

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Wie kann man sich nach dem Studium versichern?

Endlich fertig: Krankenversicherung nach dem Studium

▶ Die Krankenversicherung nach dem Studium orientiert sich meist an der Art der Versicherung, die du während deiner akademischen Laufbahn gewählt hast. Ein Wechsel zwischen den Systemen Privat und Gesetzlich ist oft nur unter sehr speziellen Umständen oder aber durch die Zahlung hoher Beiträge möglich. Bleiben wir zunächst bei den privaten Krankenversicherungen.

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Gesetzliche Krankenversicherung nach dem Studium

  • Wer bis Studienende gesetzlich versichert war und es künftig auch bleiben möchte, kann dies nahtlos tun. Der Arbeitgeber meldet dein Beschäftigungsverhältnis bei der Krankenkasse deiner Wahl  – das war’s.
  • Für vormals privat Versicherte eröffnet sich nach Ende des Studiums eine einmalige unkomplizierte Möglichkeit, in das gesetzliche System zu wechseln und das unabhängig vom Einstiegsgehalt. Dies ist eine der wenigen Sonderregelungen, die einen Wechsel überhaupt zulassen.
  • Hole dir am besten gründliche Infos über Leistungen und Tarife der gesetzlichen und privaten Krankenkassen ein und entscheide für dich, welchen Weg du gehen möchtest.
  • Und denk daran: Entscheidest du dich dazu, im Berufsleben privat versichert zu sein, gibt es so gut wie keinen Weg zurück.

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Auch nach dem 25.Lebensjahr muss weiterhin eine studentische Versicherung vorliegen. Junge Frau sitzt mit Buch auf einer Treppe.

Private Krankenversicherung nach dem Studium

  • Warst du bis jetzt gesetzlich versichert, ist nun der Zeitpunkt, an dem der Wechsel ins andere System ein letztes Mal recht problemlos, wenn auch in Verbindung mit meist hohen Beiträge funktioniert.
  • Dieser Schritt bietet sich jedoch eher für Menschen an, die nach dem Studium eine feste Anstellung antreten.
  • Für Selbständige ist es in der Regel finanziell günstiger, eine gesetzliche Krankenkasse zu wählen – es sei denn, das Geschäft brummt richtig.
  • Wenn du bis jetzt immer schon oder spätestens seit Start deines Studiums privat versichert warst, ändert sich für dich nicht viel. Du wechselst aus dem Studententarif in einen, der deinem Leben nach dem Studium entspricht.
  • Du wechselst aus dem Studententarif in einen Tarif, der deinem Leben nach dem Studium entspricht. Berufseinstieg, Selbständigkeit, Festanstellung – es gibt im Prinzip für jeden ein passendes Modell.
Bei einer privaten Krankenversicherung nach dem Studium sind Voraussetzungen zu beachten. Junge Frau füllt einen Zettel aus.


  • Unangenehm kann es werden, wenn du nach dem Studium nicht direkt ins Arbeitsleben starten kannst und als Student privat versichert warst. Dann erhältst du zwar Arbeitslosengeld II oder Hartz IV und kannst einen Antrag für einen Zuschuss deiner privaten Krankenversicherung stellen.  Den Rest des Beitrags musst du aber selbst aufbringen.
  • Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ist in diesem Fall nicht möglich. Dieser Weg steht nur denjenigen offen, die aufgrund einer früheren Anstellung Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.

Tipp: Solltest du nach dem Studium ohne Job dastehen, wechsle in deiner privaten Krankenversicherung in den Basistarif, um den geringstmöglichen Beitragssatz zahlen zu können. Dieser ist vergleichbar mit dem der Gesetzlichen, beinhaltet aber mitunter weniger Leistungen als andere Tarife deiner Versicherung.

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