Ein Kinobesuch für Kinder stellt ein besonderes Erlebnis dar. Kinder im Kino mit Snacks.

Kinofilme für Kinder: Das sollten Eltern vor einem Besuch wissen

Kino ist ein ganz besonderes Erlebnis – erst recht für Kinder: Sich bei Popcorn und in Begleitung von Mama und Papa in andere Welten träumen, fasziniert die kleinen Zuschauer.

Ein Kinobesuch kann sie allerdings auch überfordern. Warum genau und was du als Elternteil beachten solltest, erfährst du hier.

Ein dunkler Saal, beeindruckende Bilder, mitreißende Musik und Geschichten die dazu führen, sich wie in einer völlig anderen Welt zu fühlen: Keine Frage, Kino kann für Kinder etwas Wunderbares sein. Zu früh solltest du deinen Nachwuchs allerdings nicht vor die große Leinwand setzen.

Ab welchem Alter ist das Kino für Kinder geeignet?

Wenn es um Kinder und Kino geht, spielt vor allem das Alter eine Rolle. Schließlich können Filme Kinder auch schnell überfordern. Sollten die Kleinen also in ihren ersten Lebensjahren überhaupt schon ins Kino gehen? Macht ein Kinobesuch mit Baby oder Kleinkind im Zweifelsfall Sinn?

Eine pauschale Antwort darauf ist zumindest schwierig zu geben. Hilfe bei der Altersfrage bietet aber die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, kurz FSK. Diese Institution untersucht Filme unter der Berücksichtigung des Jugendschutzgesetzes und gibt Auskunft darüber, ab welchem Alter Filme für Kinder geeignet sind.

Um genauer zu sein, besteht die Aufgabe der FSK darin, dass Filme die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen.

Unterschieden wird dabei grundsätzlich in folgende fünf Altersklassen:


  • FSK ab 0  freigegeben
  • FSK ab 6  freigegeben
  • FSK ab 12 freigegeben
  • FSK ab 16 freigegeben
  • FSK ab 18 freigegeben
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft gibt Hilfe bei Filmen für das Kinderkino in Bezug auf die Altersfreigabe.

Entscheidend, was Kinofilme für Kinder betrifft, sind vor allem FSK 0, FSK 6 sowie FSK 12. Darüber hinaus können Ausnahmen unter der sogenannten "Parental Guidance" gemacht werden, also der elterlichen Aufsicht und Betreuung.

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Kinofilme für Kinder: FSK ab 0 freigegeben / Freigegeben ohne Altersbeschränkung

  • Die Kennzeichnung "FSK ab 0 freigegeben" ist auch bekannt als "Freigegeben ohne Altersbeschränkung". Sie berücksichtigt, dass Kleinkinder Filme unmittelbar erleben. Aufgrund noch mangelnder kognitiver Fähigkeiten sind diese jungen Zuschauer nicht in der Lage, eine Handlung zu verfolgen. Sie erleben den Film viel mehr episodisch.
  • Darüber hinaus erklärt die FSK: "Dunkle Szenarien, schnelle Schnittfolgen oder eine laute und bedrohliche Geräuschkulisse können Ängste mobilisieren oder zu Irritationen führen. Kinder bis zum Alter von sechs Jahren identifizieren sich vollständig mit der Spielhandlung und den Filmfiguren. Vor allem bei Bedrohungssituationen findet eine direkte Übertragung statt."


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Kinofilme für Kinder: FSK ab 6 freigegeben

  • Ab einem Alter von sechs Jahren sind Kinder kognitiv in der Lage, Sinneseindrücke zu verarbeiten. Dennoch gibt es zwischen Sechsjährigen bis Elfjährigen Unterschiede in der Entwicklung.
  • Erst im Alter von etwa neun Jahren können Kinder zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Jüngere identifizieren sich hingegen nach wie vor mit den Filmfiguren und erleben Filme eher zusammenhangslos.


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Kinofilme für Kinder: FSK ab 12 freigegeben

Zu Kinofilmen für Kinder ab 12 Jahren zählen auch Genres wie Thriller und Science Fiction. Mädchen mit Popcorn und 3D-Brille.

Und wie sieht es aus, wenn dein Kind älter ist? Kinder beziehungsweise Jugendliche ab 12 Jahren sind in der Lage, einen Kinofilm rational zu verarbeiten.

Darüber hinaus können sie durchaus auch mit spannenden Sequenzen, wie sie in Thrillern oder Science-Fiction-Filmen gegeben sind, gefahrlos konfrontiert werden.

Die FSK gibt allerdings zu bedenken: "12- bis 15-Jährige befinden sich in der Pubertät, einer Phase der Selbstfindung, die mit großer Unsicherheit und Verletzbarkeit verbunden ist. Insbesondere Filme, die zur Identifikation mit einem 'Helden' einladen, dessen Rollenmuster durch antisoziales, destruktives oder gewalttätiges Verhalten geprägt ist, bieten ein Gefährdungspotenzial."

Parental Guidance: FSK ab 12 – Kinderkino mit Eltern ab sechs Jahren erlaubt

Auch einem Kind im Alter von 6 Jahren ist es erlaubt, Filme mit der Kennzeichnung "FSK ab 12 freigegeben" zu sehen – allerdings unter der Voraussetzung, dass eine erziehungsberechtigte Person, also ein Elternteil, mit ins Kino geht und sie dabei betreut.

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Können sich Eltern auf die Altersfreigabe verlassen?

Die FSK ist eine Richtlinie, an der du dich hinsichtlich Kinofilmen für Kinder orientieren kannst. Sie ist aber weder ein Qualitätssiegel noch spricht sie eine pädagogische Empfehlung aus. Deshalb müssen Filme, die die Kennzeichnung "FSK ab 0 freigegeben" tragen, beispielsweise nicht zwangsläufig für Fünfjährige geeignet sein.

Darüber hinaus spielt auch die individuelle Entwicklung deines Kindes eine entscheidende Rolle. Was für den einen Fünfjährigen in Ordnung ist, kann ein anderes, gleichaltriges Kind überfordern. Aber wie kannst du dann feststellen, welchen Film sich deine Kinder im Kino ohne Probleme anschauen können?

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Welche Filme sind für ein Kinderkino geeignet?

Wenn du zum ersten Mal einen Kinobesuch mit Kindern planst, solltest du gut vorbereitet sein. Mach dir bei der Auswahl der Kinofilme für Kinder zunächst einmal darüber Gedanken, welche Themen deinen Nachwuchs begeistern und welche ihn wiederum ängstigen.

Neben dem Inhaltlichen sollte der Blick auch in Richtung formale Gestaltung gehen. Da die meisten Kinder sich nicht lange konzentrieren können, sollte der erste Kinofilm nicht länger als eine Stunde dauern. Für den Anfang reichen kürzere Filme aus, um dein Kind langsam an das Erlebnis Kino heranzuführen.

Kommt nun ein bestimmter Film für dein Kind infrage, solltest du dir vor dem Kinobesuch einen ersten Eindruck verschaffen. Dabei hilft es, wenn du dir den entsprechenden Trailer ansiehst.

Möglicherweise gibt es auch andere Eltern, die den Film bereits gesehen haben und über die sich Mütter und Väter so zusätzliche Informationen einholen können.

Ist die Entscheidung gefallen, sollte dein Kind im Idealfall natürlich im engen Familienkreis das erste Mal ins Kino gehen. Schließlich brauchen die Kleinen in dieser besonders aufregenden Situation eine Vertrauensperson an ihrer Seite.

Den ersten Kinobesuch sollten Kinder mit Vertrauenspersonen im engen Familienkreis erleben.

Was tun, wenn Kinder im Kino Angst bekommen?

Eltern sollten sich vor dem ersten Kinobesuch des eigenen Kindes in dieses hineinversetzen und bedenken, dass Kinderkino noch Neuland für die Kleinen ist. Bedenke, der dunkle Saal, riesige Bilder und laute Geräusche können dein Kind durchaus ängstigen. Deshalb ist es so wichtig, dass es mit einem vertrauten Menschen ins Kino geht.

  • Was aber, wenn der Film an sich Angst verursacht? Da Kinder Realität und Fiktion nicht so gut unterscheiden können, kann das durchaus passieren. Ein spannender Film kann den Gefühlshaushalt eines Kindes überfordern.
  • Sobald du merkst, dass dein Kind wegen des Kinofilms Angst hat, kannst du ihm Sicherheit geben, indem du etwa seine Hand hältst. Sprich im Nachhinein mit deinem Nachwuchs und erkläre ihm, dass in Filmen gerne einmal mit Tricks gearbeitet wird und das Ganze gar nicht echt ist.
  • Wenn sich deine Kinder im Kino allerdings nicht beruhigen lassen, dann bleibt nur eines: Ohne Vorwürfe aus der Vorstellung gehen und das Filmende mit eigenen Worten erzählen.
    Wichtig: Der Film sollte ein Happy End haben. Denn nur auf diese Weise verarbeitet das Kind auch die Spannungsmomente sowie den Kinobesuch im Nachhinein positiv.


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DVDs, Blue-rays und Streaming: Ein erster Schritt zum Kino

Bevor du einen Kinobesuch mit Kindern planst, kann ein Filmabend zu Hause eine gute Vorbereitung sein.

Ob DVD, Blu-ray oder Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime, es gibt viele Möglichkeiten in den eigenen vier Wänden, jüngere Kinder mit dem Medium Film vertraut zu machen. Ein schönes Erlebnis, mit der Familie zusammen bei ein paar leckeren Snacks vor dem Fernseher zu kommen, ist es obendrein.

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