Fliegen mit Baby: Ein Baby trägt eine niedliche Fliegermütze mit Brille und Schal

Fliegen mit Baby: Stressfrei reisen mit Säugling

Fliegen mit Baby – allein die Vorstellung, mit dem quasi frisch geschlüpften Nachwuchs per Flugzeug von A nach B zu reisen, treibt manchen Eltern Schweißperlen auf die Stirn.

Und natürlich stimmt es: Fliegen mit Baby ist eine kleine Herausforderung. Doch die Reise kann ganz entspannt ablaufen, wenn man die richtigen Tipps kennt, sich gut vorbereitet und die ganze Sache gelassen angeht. Dann ist es nämlich tatsächlich möglich, dass die ganze Familie den Flug genießt und entspannt am Reiseziel ankommt.

Ab wann kann man mit einem Baby fliegen?

Viele Fluggesellschaften erlauben das Fliegen mit Baby bereits ab einem Alter von zwei Wochen. Einzelne Unternehmen gestatten auch Passagiere, die noch jünger sind. Grundsätzlich ist eine Flugreise mit Säugling also bereits extrem kurz nach der Geburt möglich.

Ob es jedoch sinnvoll ist, bereits so früh mit der Familie und dem Minimenschen einen Flug anzutreten, ist eine andere Frage. Zum einen ist eine Geburt kein Pappenstiel, körperlich und auch psychisch anstrengend. Langes Reisen mehr oder minder kurz danach kann daher eine Herausforderung sein.

Zum anderen ist das Team "Eltern und Baby" nach so kurzer Zeit meist noch nicht recht eingespielt. Man muss sich erst kennenlernen, sich aneinander gewöhnen und in den Alltag finden. Je älter das Baby ist, umso leichter fällt es den Elternteilen, sich in ihren Nachwuchs hineinzufühlen und zu erahnen, was die genauen Bedürfnisse sind. Diese Fähigkeit ist auf einem Flug Gold wert!

Fliegen mit Baby: Kleines Kind hält sich an einem Flugzeugsitz fest

Impfungen vor Flugreisen

Ein Baby, das sich erst vor zwei Wochen auf die Welt gekämpft hat, verfügt noch nicht über alle Impfungen, die es vor vermeidbaren Krankheiten schützt. Das kann auf Reisen ein Problem sein, denn an Flughäfen und auch im Flieger selbst treffen nicht nur besonders viele Menschen auf engem Raum aufeinander - sie kommen auch aus aller Herren Länder. Mit einem nicht vollständig "durchgeimpften" Kind eine Flugreise anzutreten, ist somit nicht risikofrei.

Kinderarzt: Pflicht vorm Fliegen mit Baby

Ganz gleich, ob bereits vollständig geimpft oder nicht: Zu den wichtigsten Tipps zum Fliegen mit Baby gehört, den Nachwuchs unbedingt vor dem Flug vom Kinderarzt untersuchen zu lassen. Dies gilt auch, wenn der Säugling keinerlei Symptome für eine Krankheit zeigt. Wer den Nachwuchs einmal medizinisch begutachten lässt, kann sicher sein, sein Baby zumindest gesundheitlich erst einmal nicht mit der Flugreise zu überfordern.

Wichtig: Ist das Baby nicht zu 100 Prozent gesund, solltest du auf keinen Fall mit dem Kind in das Flugzeug steigen. Schmerzhafte Ohrenentzündungen können in großer Höhe die Hölle für dein Baby bedeutet. Ebenso ist eine Schnupfennase an sich nichts schlimmes, kann aber beim Aufsteigen und vor allem bei der Landung für massive Schmerzen im kleinen Kinderköpfchen führen. Darum gilt: Ist das Kind nicht gesund, wird nicht geflogen.

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Wie fliegen Babys im Flugzeug?

Kein vernünftiger Mensch würde sein Baby im Auto ohne entsprechende Sicherung transportieren. Warum zahlreiche Eltern die Sicherung ihres Babys beim Fliegen auf die leichte Schulter nehmen, lässt sich daher nicht recht nachvollziehen. Die Annahme, dass im Ernstfall ohnehin für kaum einen Passagier eine Überlebenschance besteht, mag in besonders dramatischen Einzelfällen zutreffen. Bei kleineren Zwischenfällen jedoch kann eine angemessene Sicherung auch bei Babys Leben retten.

Fliegen mit Baby auf dem Schoß

Bis zu einem bestimmten Alter (in der Regel zwei Jahre) können Babys auf dem Schoß eines Erwachsenen reisen. Es darf sich dabei aber immer nur ein Kind auf dem Schoß befinden.

Reist man mit zwei kleinen Kindern im Alter von unter zwei Jahren, muss für einen der beiden Knirpse ein Sitzplatz gebucht werden. Gleiches gilt, wenn das Kind älter ist als 24 Monate. Auch dann ist ein eigener Sitzplatz Pflicht.

Fliegen mit Baby: Eine Frau und ein Baby schauen sich ein Flugzeug von außen an

Fliegen mit Baby im Kindersitz

Es ist kostengünstiger, das Baby auf dem Schoß zu halten, wirklich sicher und somit am besten reist es jedoch nur, wenn es in einem Kindersitz auf einem eigenen Platz fixiert wird.

Allerdings sind nicht alle Kindersitze auch für Flugzeuge zugelassen. Wichtig ist, dass der Sitz über ein Zertifikat und Prüfsiegel verfügt, das ihm die Verwendbarkeit in Flugzeugen bescheinigt. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist es dennoch ratsam, bei der Fluggesellschaft nachzufragen, ob der eigene Kindersitz im Flugzeug verwendet werden darf oder kann.

Denn – und das macht das Verwenden eines eigenen Kindersitzes so schwierig – nicht alle Babyschalen passen auf die Sitze im Flugzeug. Und da die Fluggesellschaften zum Zeitpunkt der Ticketbuchung mitunter noch nicht wissen, welchen Flugzeugtyp sie einsetzen werden, kann zumeist für eine längere Zeit keine Auskunft zur Verwendbarkeit des Sitzes gegeben werden.

Ist dies der Fall, ist es am besten, nachzufragen ob ggf. von der Fluggesellschaft selbst Kindersitze an Bord zur Verfügung gestellt werden. Diese sollten dann idealerweise gleich zusammen mit den Sitzplätzen reserviert werden, damit alle Mitglieder der Familie auf dem Flug sicher in den Urlaub starten.

Gibt es ein Babybett im Flieger?

In größeren Flugzeugen gibt es in der Regel mehrere Sitzplätze, in deren unmittelbarer Nähe ein Babybett angebracht werden kann. Meist sind dies die Plätze vor den Wänden, die das Flugzeug in unterschiedliche Bereiche unterteilen. In diese Wände kann jeweils ein Babybettchen eingesteckt werden, in dem ein Säugling verhältnismäßig bequem untergebracht werden kann.

Um sich einen dieser Plätze für sich und den Minimenschen zu sichern, sollte unbedingt frühzeitig der Flugschein gekauft und im Idealfall auch gleich der entsprechende Sitzplatz (ggf. kostenpflichtig) reserviert werden.

Wichtig zu wissen ist im Hinblick auf das Babybett im Flugzeug allerdings, dass es bei Start und Landung abgebaut wird. Gleiches gilt für die Zeiten, in denen es zu Turbulenzen kommt. Du kannst dich daher leider nicht darauf verlassen, dass dein Baby in Ruhe schlummern darf, wenn es einmal eingeschlafen ist.

Auch sind die Alters-, Gewichts- und Größenbeschränkungen für die Nutzung des Bettchens von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. Hier solltest du dich unbedingt vorher in aller Ruhe informieren, damit am Reisetag alles so kommt wie erwartet.

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Was kostet das Flugticket?

Auch wenn ein Baby im Alter von unter zwei Jahren keinen Sitzplatz benötigt, sondern auf dem Schoß der Begleitperson reisen kann, ist der Flug für den Säugling nicht kostenlos. Der volle Flugpreis wird von den Fluggesellschaften meist jedoch nicht erhoben. In der Regel zahlt man für fliegende Babys eine geringere Pauschale.

Anders sieht es aus, wenn ein Sitzplatz für den Nachkömmling gebucht wird. Dann wird der Kinderpreis fällig, der meist zwischen 75 und 100 Prozent des regulären Flugpreises liegt. Übrigens: Wird Sohnemann oder Töchterchen im Urlaub zwei Jahre alt, muss meist bereits für den Hinflug der Kinderpreis bezahlt werden.

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Was solltest du beim Fliegen mit Baby dabei haben?

Beim Fliegen mit Baby solltest du bestimmte Dinge unbedingt im Handgepäck dabei haben, um deinem Säugling (und dir) die Reise so angenehm und stressfrei wie möglich zu machen. Damit du weißt was du immer parat haben solltest, findest du hier eine Checkliste:

  • Babynahrung / Fläschchen
  • Babylöffel
  • Mütze
  • Decke
  • Spucktücher
  • Kissen
  • Windeln
  • Windelbeutel
  • Feuchttücher
  • Wechselwäsche fürs Baby
  • Wechsel-Shirt für dich
  • Spielsachen
  • Medikamente
Fliegen mit Baby: Pointees fliegen am liebsten mit Lufthansa

Wichtig: All diese Dinge dabei zu haben, ist gut, aber noch nicht ideal. Perfekt vorbereitet bist du, wenn du das Handgepäck so packst und im Flugzeug so verstaust, dass du die wichtigsten Dinge wie Windeln, Mütze, Decke, Spucktücher und Medikamente sofort griffbereit hast.

Was darf ins Handgepäck?

Zu den wichtigsten Tipps zum Thema "Fliegen mit Baby" gehört, dass die Bestimmungen für das Handgepäck beim Fliegen mit Baby glücklicherweise bei Weitem nicht so streng wie beim Reisen ohne Säugling. So darf z. B. Babynahrung in Gläsern oder auch Flaschen mit ins Flugzeug genommen werden. Hierbei wird nicht zwischen Milch oder Brei unterschieden.

Wichtig: Auch die Regelung, dass Flüssigkeiten nur in Behältnissen bis 100 ml im Handgepäck mitgeführt werden dürfen, gilt bei Babynahrung nicht. Auch müssen die Gläschen oder Flaschen nicht in einem größeren, transparenten Plastikbeutel transportiert werden.

Wie viel Essen ist im Handgepäck erlaubt?

Trotz der Ausnahmeregelung sollte man jedoch genau planen, was man wirklich im Flugzeug für das Baby benötigen wird. Denn wer deutlich zu viel Babynahrung mitführt, trägt nicht nur unnötig viel Gepäck mit sich herum - u. U. wird so auch die Aufmerksamkeit der Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen erregt, was für dich zu längeren Wartezeiten und somit zu Stress führen kann.

Packe daher am besten nicht mehr ein als man dem Baby zutrauen würde, während des Fliegens aufzuessen, plus das eine oder andere Extra-Gläschen oder Fläschchen. Denn so unangenehm es ist: Es kann immer zu Verzögerungen kommen. Dann eine Extra-Portion des gewohnten Essens für den Knirps dabei zu haben, kann jede Menge Ärger vermeiden.

Darf man beim Fliegen mit Baby Kinderwagen und Buggy dabei haben?

Ein Kinderwagen und Buggy ist mit Sicherheit während einer Reise eine gute Möglichkeit sich für dein Baby hinzulegen und auszuruhen. Dennoch stellt ein Kinderwagen für Eltern auch ein Mehrgepäck dar. Deshalb solltest du überlegen du diesen auch wirklich im Urlaub benötigst. Das kommt zum Beispiel auf die Art des Urlaubs an, also ob du eine Städtereise mit Baby geplant hast oder einen entspannten All-Inclusive Urlaub. Zusätzlich hängt es auch vom Alter des Babys ab und wie angewiesen es auf den Kinderwagen ist.

Je nach Fluggesellschaft ist die Mitnahme des Kinderwagens oder Buggys kostenlos.

Wenn du dich für die Mitnahme des Kinderwagens entschieden hast, gibt es zwei Möglichkeiten diesen zu transportieren:

  1. Als Sperrgepäck aufgeben
  2. Als Handgepäck mit in die Kabine nehmen  (Vorschriften der Fluggesellschaften beachten) 


Mit Baby fliegen: Die richtige Beschäftigung

Ist dein Baby noch ganz jung, wird ihm vermutlich die Nähe zum Elternteil genügen, um während des Fluges zufrieden zu sein. Je älter das Baby jedoch auf dem Weg in den Urlaub ist, umso eher ist es in der Lage, seine Umgebung wahrzunehmen. Deshalb solltest du einfaches Spielzeug (wie z. B. einen Beiß- oder Greifring) dabei haben oder auch ein erstes Bilderbuch

Grundsätzlich gilt: Nimm die Dinge mit, für die sich dein Baby am Boden ganz besonders interessiert. Verliert das Mitgebrachte seinen Reiz, kannst du mit deinem Baby auch einen Gang durchs Flugzeug zu einem Ort machen, an dem man sich im Stehen aufhalten kann (meist ist dies in der Kaffeeküche oder - weniger schön - vor den Toiletten möglich). Dort kannst du dein Baby hin und her wiegen und ihm etwas vorsingen, sofern die Sangeskünste gesellschaftstauglich sind.

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Ist Fliegen mit Baby gefährlich?

Fliegen mit Baby: Eine Frau hält im Flugzeug ein schlafendes Baby im Arm

Fliegen mit Baby ist zunächst einmal genauso gefährlich wie ohne Nachwuchs zu reisen. Schaut man jedoch auf die Gefahren, die dem Säugling drohen, wird schnell klar, dass es für Babys im Flugzeug keinerlei angemessene Sicherungsmöglichkeiten gibt.

Gefahr durch den "Loop-Belt"

Zwar bieten viele Fluggesellschaften einen sog. "Loop-Belt" an, einen Gurt für Kinder, der in den des Erwachsenen eingehängt wird. Schutz für das Kind bietet dieser Gurt jedoch keinesfalls. Im Gegenteil. Dieses Gurtsystem wurde ursprünglich 1998 verboten, da es das Kind nicht schützt, sondern im Falle eines Unfalls in erhebliche Gefahr bringt: Ist das Kind auf dem Schoß des Erwachsenen fixiert und schnellt dessen Oberkörper beispielsweise bei einer Vollbremsung nach vorn, trifft er mit ganzer Wucht auf das Kind, dem so ernste, wenn nicht gar lebensbedrohliche Verletzungen drohen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass dem Kind durch den Gurt selbst Verletzungen zugefügt werden.

Aufgrund einer EU-Verordnung ist die Anwendung des Loop-Belts seit 2008 in der EU jedoch wieder Pflicht, wenn das Kind nicht auf andere Weise gesichert wird. Einige Airlines bestehen auf diesem System, verbieten aber die Nutzung während des Starts und der Landung. In dieser kritischsten Phase des Fluges ist das Baby somit vollkommen ungeschützt und könnte im Ernstfall durch das Flugzeug geschleudert werden.

Wer mit Baby fliegen muss und dem Kind den größtmöglichen Schutz während des Reisens bieten möchte, setzt es daher am besten in einen Kindersitz.

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Was muss man beim Fliegen mit Baby beachten?

Will oder musst du mit Baby fliegen, ist das oberste Gebot natürlich das Wohlbefinden des kleinen Menschen. Und das ist genau der Punkt, der vielen Eltern solch einen Stress vor einem Flug bereitet. Die Angst, dass es dem Baby an Bord nicht gut geht, es schreit und während des Fluges leidet, ist weit verbreitet und auch nicht ganz unbegründet.

Ein schreiendes Kind im Flugzeug bedeutet Stress: in erster Linie natürlich für das Kind, aber auch für die Eltern und die Mitreisenden. Eine gute Vorbereitung ist daher Pflicht. Und dann kann Fliegen mit Baby auch recht entspannt ablaufen.

Wie lange mit einem Baby fliegen?

Die Dauer des Flugs ist in den meisten Fällen nicht der ausschlaggebene Punkt, ob das Fliegen mit Baby angenehm wird. Da die kritischen Phasen meist bei Start und Landung entstehen, kommt es nicht drauf an, ob du dich für einen Kurz-oder Langstreckenflug entscheidest. Theoretisch steht mit der richtigen Vorbereitung auch einem Langstreckenflug nichts im Weg.

Für den ersten Flug oder wenn dein Baby noch sehr klein ist, empfiehlt es sich aber dennoch einen Kurzstreckenflug auszuwählen. Bei höchstens zwei bis drei Stunden Flugzeit kann dein Baby und du sich an die neue Ausnahmesituation leichter gewöhnen.

Tipp: Nutze das "Hauptsache-Prinzip"

Gerade, wenn das Baby noch sehr jung ist und das Team "Eltern - Baby" noch nicht eingespielt ist, sorgt ein schreiender Säugling für Stress. In all der Anspannung über den Wolken fallen vielen Menschen dann die einfachsten Gründe nicht mehr ein, weshalb das Baby schreien könnte. Und die gut gemeinten Tipps der Mitreisenden helfen in der Regel auch nur selten.

Das Hauptsache-Prinzip hilft dabei, dem Problem auf die Schliche zu kommen:

  • Hunger: Hat das Baby genug gegessen oder knurrt ihm vielleicht der Magen?
  • Ausruhen: Ist das Baby evtl. müde?
  • Unterhaltung: Ist dem Baby langweilig?
  • Popo: Muss die Windel gewechselt werden?
  • Temperatur: Ist dem Baby zu warm oder friert es?
  • Schmerz: Tut dem Baby etwas weh?
Fliegen mit Baby: Pointees sieht sich das Hauptsache-Prinzip an

Merken kann man sich diese Punkte, welche die häufigsten Sorgen eines Babys auflisten, mit dem Satz: "Hauptsache, meinem Kind geht es gut." Geht man diese Punkte nach und nach durch, findet sich im Normalfall der Grund für den lautstarken Protest des Nachwuchses. Bist du an Bord entsprechend vorbereitet bzw. ausgerüstet, kannst du deinem Baby das Problem nehmen, entspannt mit ihm weiterfliegen und dich auf den gemeinsamen Urlaub freuen.

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Fliegen mit Baby: Eine Frau lacht mit einem Baby im Flugzeug

Fliegen mit Baby: So gelingt der Druckausgleich

Der Druck auf den Ohren bei Start und Landung ist grundsätzlich nicht gefährlich, aber für alle Menschen unangenehm, auch für Babys. Da Säuglinge gerade erst nach und nach ihre verschiedenen Körperteile entdecken und meist noch weit davon entfernt sind, diese sinnvoll einzusetzen, sind Babys nicht in der Lage, beim Fliegen einen Druckausgleich selbst herbeizuführen. Du kannst deinem Kind aber ganz einfach dabei helfen, den lästigen Druck loszuwerden.

So geht der Druckausgleich beim Baby im Flugzeug:

  1. Sorge dafür, dass dein Baby entspannt ist, bevor der Druck auf den Ohren entsteht.
  2. Halte es so, dass du es während des Starts und der Landung füttern kannst.
  3. Achte auch dich selbst: Sobald bei dir Druck auf den Ohren entsteht, ist es auch Zeit für den Druckausgleich bei deinem Baby. Das ist in der Regel kurz nach dem Start.
  4. Biete deinem Kind deshalb sofort etwas zu essen oder zu trinken oder auch einen Schnuller an, wenn das Flugzeug auf der Startrampe Vollgas gibt. Durch das Schlucken bzw. Saugen gelingt der Druckausgleich.

Wichtig: Hier ist ein gutes Aufeinanderabstimmen der Abläufe gefragt. Warte nicht zu lange, denn wenn dein Baby erst einmal wegen des Drucks auf den Ohren weint, wird es schwieriger, es für das Essen oder Trinken zu begeistern. Beginne aber auch nicht zu früh mit dem Füttern, denn Fläschchen oder Gläschen dürfen nicht alle sein, bevor das Problem mit dem Druck auf den Ohren entsteht. 
Der Tipp, erst dann loszulegen, wenn der Flieger Gas gibt, hat sich bewährt und hilft dir dabei, den richtigen Zeitpunkt zur Fütterung an Bord zu finden.

Der Druckausgleich ist übrigens für Kinder und auch Erwachsene deutlich schwerer, wenn eine Erkältung gerade ihr Unwesen im Körper treibt. Während sich Erwachsene noch ganz gut mit ➤Hausmitteln gegen Erkältung helfen können, solltest du dein Kind nicht dieser Strapaze aussetzen und wie bereits oben beschrieben lieber auf den Flug verzichten.

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Welche Dokumente sind fürs Fliegen mit Baby nötig?

Auch ein Baby darf nicht ohne Dokumente reisen. Abhängig vom Reiseziel ist es daher auch schon für Säuglinge Pflicht, einen Personalausweis, ePass oder Reisepass dabei zu haben.

Personalausweis für Babys

Soll der Urlaub nur innerhalb des Schengenraumes stattfinden, reicht ein Personalausweis für das Baby. Er kostet 22,80 Euro und ist sechs Jahre lang gültig. Normalerweise wird er nicht an Kinder, sondern erst an Personen ab dem 16. Lebensjahr ausgegeben, auf Wunsch der Eltern wird er jedoch auch früher erteilt.

Kinderreisepass für das Baby

Soll die Reise sich außerhalb des Schengenraums befinden, ist auch für Babys ein Reisepass Pflicht. Hier hat man als Elternteil die Wahl zwischen einem Kinderreisepass und einem elektronisch lesbaren, dem ePass.

Fliegen mit Baby: Ein Baby bekommt im Flugzeug das Fläschchen

Der Kinderreisepass ist für Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren vorgesehen und sechs Jahre lang gültig. Er kostet 13 Euro und kann für eine Gebühr von 6 Euro geändert oder auch verlängert werden.

Wichtig zu wissen ist, dass mit dem Kinderreisepass in manchen Ländern (wie z. B. den USA) die Einreise nur mit Visum möglich ist. Auch wird der Reisepass für Kinder nicht in allen Ländern akzeptiert. Hier solltest du dich unbedingt frühzeitig informieren, damit es am Flughafen zu keinen bösen Überraschungen kommt.

ePass für das Baby

Der ePass ist der "normale" Reisepass, der auch Erwachsenen Personen ausgestellt wird. Er ist elektronisch lesbar und ermöglicht auch für Kinder und Babys die visumfreie Reise in zahllose Länder. (Auch hier gilt: Bitte informiere dich vor der Reise, ob ggf. weitere Dokumente mitgeführt werden müssen.)

Dieser Pass wird grundsätzlich erst an Personen ab einem Alter von zwölf Jahren ausgestellt, kann auf Wunsch der Eltern jedoch auch früher beantragt werden.

Er kostet 37,50 Euro und ist wiederum nur sechs Jahre lang gültig. Er kann nicht geändert oder verlängert werden.

Weitere Dokumente fürs Fliegen mit Baby

In einigen Ländern ist es vorgeschrieben, dass Babys, Kleinkinder und auch Kinder mit einer bestimmten Staatsangehörigkeit, das Land nur in Begleitung beider Erziehungsberechtiger verlassen dürfen. Will ein Elternteil allein in den Urlaub reisen, wird die Einverständniserklärung des jeweils anderen benötigt.

Sofern dein Baby nicht (nur) die deutsche Staatsangehörigkeit hat, solltest du dich also auch hier informieren, ob du ggf. weitere Dokumente für das Fliegen mit Baby benötigst, und dich rechtzeitig vor dem Urlaub darum kümmern.

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